vzbv fordert Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der GKV

Die Preise der gesetzlichen Krankenversicherung steigen immer weiter an. 2015 gab es den einschneidenden Schritt, dass der Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) festgeschrieben wurde – und zwar unabhängig von der Kostenentwicklung. Das bedeutet für Versicherte: Sie tragen über die Zusatzbeiträge ihrer Krankenkasse die steigenden Kosten im Gesundheitswesen vollkommen allein.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Sorge, dass Verbraucherinnen und Verbraucher finanziell überfordert werden. In einem Faktenblatt formuliert er Informationen, Daten und seine Forderungen zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Der individuelle Zusatzbeitrag

Im Jahr 2015 wurde der allgemeine Beitragssatz der GKV auf 14,6 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens von Versicherten festgesetzt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlen jeweils die Hälfte, also 7,3 Prozent. Krankenkassen können einen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten erheben, um steigende Kosten auszugleichen. Die Höhe legt jede Kasse individuell fest. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 2018 1,0 Prozent.

Rückkehr zur paritätischen Finanzierung

Der vzbv setzt sich für eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der GKV und ein Ende der einseitigen Belastung ein. Die Kosten müssen wieder gerecht auf alle Schultern verteilt und die Beiträge zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt werden. Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen mit ihren Sorgen um die Finanzierung ihrer Gesundheit nicht allein gelassen werden.

vzbv fordert Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der GKV

92 Prozent der Verbraucher gaben in einer repräsentative Umfrage im Auftrag des vzbv im Jahr 2017 an, dass sie die Forderung wichtig finden, dass die steigenden Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen künftig wieder gleichermaßen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert werden.

vzbv fordert Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der GKV

 

Bilder: (1) © Stockfotos-MG / fotolia.com (2-3) © Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

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