Datenschutz im Vermittlerbüro: Neue Weiterbildung von Maklerkonzepte

Wenn am 25. Mai 2018 nach einer zweijährigen Übergangsfrist die Vorgaben der EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umgesetzt sein müssen, findet das aktuell in Deutschland gültige Recht keine Anwendung mehr. Mit der neuen Gesetzgebung wird ein einheitlicher Schutz für die Verarbeitung personenbezogener Daten in Europa zur Anwendung kommen.

Gestärkt werden damit auch die individuellen Nutzerrechte der Verbraucher. So wird beispielsweise der Zugang zu den gespeicherten persönlichen Daten erleichtert, damit der Verbraucher erfahren kann, welche Daten gesammelt und gespeichert wurden. Das Löschen von Daten und das „Recht auf Vergessen“ sollen künftig einfacher durchgesetzt werden können.

Risiko wird häufig unterschätzt

Versicherungsmakler, Versicherungsberater, Honorarberater und Versicherungsvermittler arbeiten täglich mit sensiblen Kundendaten unterschiedlichster Bereiche. Gesundheitsfragen, Familienverhältnisse, Daten zu Einkommensverhältnissen, Kredite, Arbeitsverhältnisse, Unternehmerdaten, Bilanzen u.v.m. werden angesprochen, aufgeschrieben, gespeichert, weiterverarbeitet, versendet und archiviert. Das Risiko, das aus einer Verletzung der Datenschutzverordnung, insbesondere für die eigene Existenz entstehen kann, wird häufig unterschätzt.

Insofern wird es für alle im Versicherungsvertrieb- und Betrieb, somit auch für Maklerunternehmen von großer Bedeutung sein, das nötige Fachwissen dem eigenen Unternehmen zur Verfügung zu stellen und den Anforderungen der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung entsprechen zu können.

Seminarbeginn Januar 2018

An diesem Punkt setzt das neue Weiterbildungsangebot des ARBEITSKREIS DATENSCHUTZ im Versicherungsvertrieb an, der bereits Anfang 2016 gegründet wurde.

Sebastian M. Laude, Sprecher des Arbeitskreis Datenschutz im Versicherungsvertrieb, unterstreicht:

„Die Zeit drängt auch für Versicherungsmakler, die bis jetzt abgewartet haben die Vorgaben er Datenschutzgrundverordnung im eigenen Unternehmen umzusetzen.“

Und Rose Müller, Schulungsleiterin und Referentin, fügt hinzu:

„Deshalb bieten wir basierend auf der neuen europäischen Datenschutzverordnung ab Januar 2018 ein Bildungsangebot, das aus drei Modulen besteht und optional mit einem fachpraktischen Leistungsnachweis zum „Betrieblichen Datenschutzbeauftragten (IHK)“ abgeschlossen werden kann. Die Teilnehmer können sich dem fachpraktischen Leistungsnachweis im Rahmen einer Bildungskooperation mit der IHK Potsdam stellen und das IHK-Zertifikat „Betrieblicher Datenschutzbeauftragter (IHK)“ erwerben.“

Ausbildung als Spezialist für den Datenschutz im Vermittlerbüro

Die Module beinhalten u.a. die Themenblöcke Grundlagen des Datenschutzes, die rechtliche Stellung des Datenschutzbeauftragten mit seinen Aufgaben und Pflichten, Datenschutzrecht, rechtliche Konsequenzen bei Verstößen, Verfahrensverzeichnisse, die Auftragsdatenverarbeitung, den Zusammenhang zwischen Datenschutz und Datensicherheit, Technische und Organisatorische Maßnahmen, Anforderungen an die IT-Infrastruktur, Gefährdungspotenzial aus dem und im Internet, eine datenschutzgerechte Organisation des Vermittlerbüros sowie Informationen zu Präventionsmaßnahmen.

Ein weiterer Vorteil ist in Modul 3 die Intensivschulung.

Referent Ralf-Werner Barth führt aus:

„Der qualifizierte Vertrieb von Cyber-Risk-Policen. Dieser Baustein vermittelt den Seminarteilnehmern wichtiges Grundlagenwissen nicht nur für das eigene Unternehmen, sondern auch für die Beratung der Gewerbekunden im Kundenbestand.“

Die erste Seminarreihe, bestehend aus sechs ganztägigen Seminartagen, startet am 25. Januar 2018 im hauseigenen Fortbildungszentrum in Potsdam.

 

Bild: © sasha85ru / fotolia.com

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