Der Sparstrumpf ist gefragt – trotz Niedrigzins

Trotz der niedrigen Zinsen bleibt in Deutschland die Sparquote stabil. Deutsche Bundesbürger legten im Frühjahrsquartal 2017 durchschnittlich 9,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante. Bankeinlagen sind besonders gefragt und auch Wertpapiere liegen weiter hoch im Kurs.

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) berichtet, dass die Sparquote ähnlich hoch wie in den Jahren 2015 und 2016 ist, als sie bei 9,6 beziehungsweise 9,7 Prozent lag.

Die vorherrschende Form des Sparens bleibt jedoch die Bankeinlage. Im ersten Jahresquartal 2017 flossen noch einmal knapp vier Milliarden Euro mehr an Geldern als im Vorjahresvergleichsquartal an deutsche Banken. Insgesamt parkten die Bundesbürger 121,5 Milliarden Euro bei Bankinstituten. In Wertpapieren legten die Deutschen 32,5 Milliarden Euro an. 49,6 Milliarden Euro waren es im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Verschiebung bei den Haushaltsgruppen

Auch die Schattenseiten der niedrigen Zinsen machen sich bemerkbar, da es bei den Sparanstrengungen zu Verschiebungen zwischen den Haushaltsgruppen gekommen ist. Der Anteil der Nichtsparer mit einem persönlichen Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro hat sich von 28 auf 36 Prozent erhöht.

Anstieg des Gesamtvermögens

Das gesamte Vermögen der privaten Haushalte erhöhte sich nach Schätzungen des BVR im Jahr 2016 um 2,7 Prozent auf 14.217 Milliarden Euro. 52 Prozent des Vermögens der Privathaushalte entfallen auf Immobilien, der Anteil des Geldvermögens liegt bei 39 Prozent. Die übrigen ca. neun Prozent umfassen das Gebrauchsvermögen in Form von Möbeln, Einrichtung, Automobilen und anderen, langlebigen Gütern.

 

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