Verimi geht an den Start

verimi, die branchenübergreifende Registrierungs-, Identitäts- und Datenplattform führender deutscher und europäischer Unternehmen nimmt Gestalt an. verimi ist ein Kunstwort, angelehnt an die englischen Begriffe „verify“ und „me“. Das Unternehmen wird seinen Standort in Berlin haben und mit mehr als 30 Mitarbeitern starten.

Die Plattforminitiative will zum Jahreswechsel 2017/18 mit dem digitalen „Generalschlüssel“ (Single-Sign-On) für das Internet an den Start gehen. Dieser wird künftig das Einloggen auf Webseiten deutlich vereinfachen und das Nutzen von Internetangeboten noch sicherer machen.

Neue Gesellschafter werden die DAX-Konzerne Deutsche Lufthansa und Deutsche Telekom sowie das IT-Sicherheitsunternehmen Bundesdruckerei. Dafür wurde eine entsprechende Übereinkunft mit den bisherigen Partnern Allianz, Axel Springer, Daimler, Deutsche Bank mit Postbank sowie Core und Here Technologies erzielt. Sämtliche Beitritte stehen noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden.

Die Plattform wird zum Start bereits über Gesellschafter aus den Branchen Automobil, Finanzen, IT, Luftfahrt, Medien, Technologie, Telekommunikation sowie Versicherungen verfügen.

Erklärtes Ziel ist, rasch weitere Unternehmen aus allen Sektoren der deutschen und europäischen Wirtschaft zu gewinnen. verimi versteht sich als wettbewerbsfähige, europäische Antwort auf internationale Plattformanbieter.

Die Plattform ist von Beginn an bewusst branchenübergreifend und offen konzipiert: Anwendungspartner oder andere Initiativen können sich anschließen und die Plattform gemeinsam mit den Gesellschaftern vergrößern und weiterentwickeln.

Sicherer digitaler „Generalschlüssel“

Auch die Entwicklung des Angebots auf der Plattform verläuft nach Plan: verimi will den digitalen „Generalschlüssel“ (Single-Sign-On) für das Internet als erstes Produkt zum Jahreswechsel 2017/18 auf den Markt bringen — zunächst in einer Basisversion mit wichtigen Grundfunktionen.

Bei diesem Angebot hinterlegt der Nutzer einmalig seinen Namen und ein Passwort, um auf die bereits angeschlossenen Anwendungen der beteiligten Unternehmen zugreifen zu können. Die zeitraubende Eingabe persönlicher Daten bei jeder neuen Anwendung sowie die Verwaltung mehrerer Passwörter für unterschiedliche Internetseiten entfällt.

Nutzer sollen bei der Registrierung über eine entsprechende Einwilligung zudem ausdrücklich entscheiden, welche Daten sie an Partnerunternehmen weitergeben möchten. So bestimmen Nutzer über verimi selbst, welche Daten sie an wen weitergeben wollen (sogenanntes Opt-in). verimi trägt damit der Verordnung über Privatsphäre und elektronische Kommunikation („E-Privacy“) Rechnung.

Für Anwendungspartner schafft verimi damit die Voraussetzung für eine datenschutzrechtlich zulässige Personalisierung von werblichen Angeboten und Inhalten, die den Präferenzen der Nutzer entsprechen.

Weiterentwicklung des Angebots

Schrittweise sollen weitere Funktionen zum einheitlichen Registrierungs- und Identifizierungsverfahren hinzukommen, etwa ein digitaler Behördenzugang (eGovernment) oder die Entwicklung digitaler Zahlungs- und Finanzdienstleistungen. Auf dieser Basis können auch neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden.

 

 

Bild: © Sergey Nivens / fotolia.com

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