MOMENT [NOCHMAL]

Wer kennt sie nicht, die ganz besonderen Augenblicke und Momente, die zu unserem Leben gehören. Wir teilen sie mit unseren Lieben, der Familie, den Freunden oder oft auch mit fremden Menschen. Manchmal gehören sie aber auch nur uns selbst. Minuten, Sekunden in einem Leben, die im Augenblick, als sie entstanden, einzigartig waren und Teil jeder persönlichen Geschichte sind: Glückliche, traurige, begeisterte, nachdenkliche, ernste, verzweifelte oder auch einfach nur schöne Sekunden, Minuten – die Beschreibung des jeweiligen Gefühls könnte unendlich fortgesetzt werden.

Nr9-2017-Madeleine-Kaluza-MAD-MADEDiese Momente werden Teil unserer Erinnerung und je nachdem, wie intensiv wir sie gefühlt oder erlebt haben, sind sie näher bei uns oder verblassen schneller im Rausch der schnelllebigen Zeit. Wurden sie als Fotografie oder Film festgehalten, überdauern sie oft Jahrzehnte.

Momente, die eine Geschichte erzählen, im Bruchteil einer Sekunde auf Film gebannt, auf Papier reproduziert, bestaunt, belacht, bewundert, aufgeklebt, abgelegt, vergessen. Das sind diese alten Schwarz-Weiß-Fotos, die in den meisten Familien irgendwo liegen.

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Manchmal werden sie hervorgeholt, „weißt du noch damals“ – oder aber sie vermitteln Jahrzehnte später einem fremden Menschen ganz zufällig ein Lebensgefühl für eine Zeit, die er selbst nicht erlebt hat. Es ist, als stieße man ein Fenster in eine andere Welt auf und erfühlt Gedanken, Träume oder auch nur Alltägliches von damals.

„Momente sind so eine Sache. Sie bleiben ewig im Kopf oder sie verblassen. Warum also nicht einfach wiederbeleben?“

Mit ihrem Projekt „MOMENT [NOCH]MAL“ erzählt Madeleine Kaluza diese Geschichten neu. Sie erweckt alte Fotografien zum Leben und entführt den Betrachter in eine Welt der Fantasie.

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„MOMENT [NOCH]MAL“ begann Ende 2015. Beim Stöbern in einem Auktionsportal entdeckte die Künstlerin zufällig den alten Schnappschuss eines kleinen Jungen im Matrosenanzug, dessen Gesicht sie nicht mehr losließ. „Was er wohl an diesem Tag dachte, was er fühlte, wie seine Zukunft aussah, was aus ihm wurde – und dass seine Geschichte nun in einem digitalen Secondhandshop endet …“

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Augenblicke wie diese von damals bekommen im Hier und Jetzt eine Bühne. Stimmungsschaffende Farbschemata, grafische Flächen, gehören zur Inszenierung und – die Geschichte, die dadurch entsteht, liegt im Auge des Betrachters.

www.mad-made-art.works

Madeleine Kaluza

Madeleine Kaluza

Madeleine Kaluza

1967 machte ich meinen ersten Schrei am Starnberger See und spätestens im Greif-und-Krabbel-Alter meine ersten kreativen „Arbeiten“. Bewaffnet mit einem Kulli oder Buntstift war keine Fläche vor mir sicher.

Also war klar: Schule abschließen, Kommunikations-Design studieren, ein paar Jahre Erfahrung sammeln, Selbstständigkeit. Heute genieße ich den Kontrast zwischen Kunden und eigenen Projekten – und wenn es sich ergibt, auch deren Verknüpfung.

 

Bilder: © Madeleine Kaluza

 

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