Klara stellt sich vor

AppRiori, die Makler-App aus der Feder von Rechtsanwalt Michaelis bildete die Basis für die konsequente Weiterentwicklung digitaler Services für das Tagesgeschäft des Versicherungsmaklers.

Im Mittelpunkt des neuen Service steht die Rechtsbeziehung des Versicherungsmaklers zum Endkunden. Wir fragen nach und sprechen mit Rechtsanwalt Stephan Michaelis über Klara, die neue Endkunden-App.

Herr Michaelis, Sie haben als Rechtsanwalt eine eigene InsureTech-App entwickelt und auf den Markt gebracht. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Stephan Michaelis: Mit AppRiori kann der Versicherungsmakler rechtssichere Maklerverträge erstellen und dies nach seinen ganz individuellen Wünschen konfigurieren. Ich beobachte laufend die Rechtsprechung und überlegte, welche Vorteile für den Versicherungsmakler noch in seine wichtigen Kundenverträge aufgenommen werden könnten.

Stephan Michaelis, Michaelis Rechtsanwälte

Stephan Michaelis, Michaelis Rechtsanwälte

Neben dem Herzstück der Maklerverträge bietet AppRiori.de natürlich auch viele weitere Mehrwerte, wie zum Beispiel die Erstellung einer Servicevereinbarung (versicherungsvermittlungsunabhängige Dienstleistung), das Muster einer Beratungsdokumentation oder auch die weiteren notwendigen Unterlagen wie Maklervollmacht oder eine gesonderte Datenschutzerklärung.

Unsere neue Klara ist nur eine logische Fortentwicklung von AppRiori. Vor ungefähr vier Jahren waren wir mit die Ersten, die bereits eine App für den Versicherungsmakler entwickelt hatten. Heutzutage sind es immerhin über 5000 Makler, die unsere technische Anwendung nutzen und für die wir weitere Services anbieten wollen. Insofern war es für uns der nächste Schritt, dass wir den Makler in seiner Rechtsbeziehung zum Endkunden weiter unterstützen und ihm auch ein technisches Mittel an die Hand geben, wie er diese Kommunikation in der Endkundenbeziehung optimiert.

Früher musste er beispielsweise seine Maklerverträge per E-Mail an den Kunden schicken, heute kann er dies auch über die Klara automatisch einstellen und hinterlegen. Es ist also eine Vereinfachung seiner Kundenkommunikation mit den Versicherungsnehmern auf erweiterter technischer Basis.

Welche Funktionen von Klara bieten dem Makler einen Mehrwert?

Die bestmögliche Haftungssicherheit ist mit unseren Maklerverträgen nur einer der vielen Vorteile. In erster Linie soll Klara dem Makler die umfassende Kundenbetreuung ermöglichen. Dementsprechend kann der Versicherungsmakler seinen Kunden die Rahmendaten der Versicherungsverträge einspielen und den Kunden mit Klara eine Vertragsübersicht seiner Verträge erstellen.

Sollte der Versicherungsmakler dabei nicht alle Versicherungsverträge seiner Kunden betreuen, so kann der Kunde aufgefordert werden, auch die sogenannten „Fremdverträge“ auf seinen Versicherungsmakler zu übertragen. Diesen Übertragungswunsch legt der Kunde dann seinem Makler vor, sodass dieser die bestehenden Fremdverträge in den eigenen Betreuungsbestand übernehmen kann. Leichter und einfacher kann ein Versicherungsmakler keinesfalls seine Bestände und somit sein Einkommen erhöhen. Gleichwohl empfehle ich dringend, dass der Versicherungsmakler im Rahmen der Betreuungsübernahme ein ausführliches Beratungsgespräch führt, um gegebenenfalls den bestehenden Versicherungsschutz bestmöglich zu aktualisieren.

Die Übernahme von courtagepflichtigen Fremdverträgen ist für einen Versicherungsmakler sicherlich sehr interessant, denn der Makler kann dadurch einer Verringerung seiner Bestandsverträge entgegenwirken. Gibt es noch weitere Vorteile?

Ja, durchaus. Denn ich bin nicht nur der Auffassung, dass die Digitalisierung sehr rasch voranschreiten wird. Ich fürchte langfristig auch, dass sich die Courtagehöhe reduzieren könnte. Deshalb sollte jeder Versicherungsmakler überlegen, ob er nicht aus seinen bestehenden Geschäftsverbindungen heraus weitere Einnahmen generieren könnte.

Hierbei denke ich insbesondere an das Angebot weiterer Dienstleistungen, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Vermittlung eines Versicherungsvertrages stehen. Der Versicherungsmakler kann sein Dienstleistungsspektrum gegenüber dem Endkunden erweitern und muss dann natürlich auch berechtigt sein, dass er diese Dienstleistung erbringen und dafür vergütet werden darf.

Momentan ist noch unklar, ob ein solches honorarpflichtiges Dienstleistungsangebot auch Verbrauchern angeboten werden darf. In jedem Fall ist der Versicherungsmakler aber berechtigt, weitere Servicegebühren gegenüber seinen gewerblichen Kunden zu erheben.

Die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums des Maklers dürfte sehr leicht möglich sein. Es ergibt sich somit ein erweitertes Geschäftsfeld „aus seinem bestehenden Bestand“, welches der Makler derzeit nicht aktiv nutzt. Deshalb bietet Klara auch die individuelle Erstellung einer Servicedienstleistung für jeden Makler an, der sein individualisiertes Dokument dann an den jeweils gewünschten Kunden über Klara weitergeben kann. Nicht nur den Umfang, sondern auch den jeweiligen Preis kann der Makler natürlich selbst festlegen.

Würde er also nur drei Kunden von seinem Dienstleistungsangebot für 10,00 Euro im Monat überzeugen können, so wären die Nutzungsgebühren für Klara bereits refinanziert. Jeder Makler wird aber mehr als drei Kunden haben, welche an einem erweiterten Dienstleistungsspektrum interessiert sind. Fast alle Makler haben ein großes Potenzial, um mit ihren Kunden über weitere Vergütungen und Dienstleistungen zu sprechen. Klara kann die Kommunikation mit dem Kunden etwas einfacher gestalten.

„Wir bieten dem Makler bewusst ein sehr preisgünstiges Angebot. Bei unseren ersten 100 Neukunden verzichten wir außerdem auch auf die Einrichtungsgebühr und stellen dem Makler die Nutzung von Klara drei Monate zum Test kostenfrei zur Verfügung.“

Das sind drei bedeutende Vorteile: Rechtssicherheit durch Maklerverträge, Courtagesteigerung durch Übernahme der Fremdverträge und Honorareinnahmen durch Servicevereinbarungen. Bietet Klara noch mehr?

Selbstverständlich, es gibt ein schönes Alleinstellungsmerkmal. Der Versicherungsmakler kann sich auch in der Unterstützung der Schadenregulierung für den Versicherungsnehmer entlasten. Klara kann den Endkunden dazu berechtigen, im Versicherungsfall die Fachanwälte unserer Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte zu kontaktieren. Dadurch erhält der Endkunde des Maklers, der Klara nutzt, eine telefonische und kostenfreie Beratung im Schadenfall.

Der Makler kann nicht nur auf die hohe Qualität seines eigenen Hauses hinweisen, sondern auch auf die Schadensunterstützung durch die Fachkanzlei Michaelis. Wenn der Makler diesen kostenlosen Service der Kanzlei wünscht, erhöht sich die Gebühr pro Kunde im Jahr um nur 1,00 Euro. Der Kunde profitiert von einer kostenfreien rechtlichen Unterstützung und der Makler hat für geringe Kosten quasi eine eigene Rechtsabteilung, die unterstützend eingreifen kann.

Damit bietet Klara wirklich interessante Mehrwerte. Was ist denn aber, wenn der Makler nur die Übernahme der Fremdverträge möchte?

Sie haben Recht, neben den weiteren Grundfunktionen wie die Kontaktdaten des Versicherungsmaklers und ein Chat-Fenster muss der Versicherungsmakler natürlich nicht alle angebotenen Funktionen nutzen. In welchen Modulen der Versicherungsmakler seinen Kunden die Nutzungsmöglichkeit anbietet, kann der Versicherungsmakler individuell über AppRiori einstellen.

Der Makler, der keine Servicevereinbarung möchte, kann also einfach diese Nutzungsfunktion deaktivieren. Dies gilt übrigens auch für das Angebot der Schadenunterstützung im Versicherungsfall. Daher ist es möglich, dass sich die Nutzung von Klara auch nur auf eine Bestandsübersicht bezieht und dem Kunden für seine Fremdverträge der Betreuungsauftrag angeboten wird.

Sie sprachen davon, dass sich Klara bereits bei drei Kunden für den Makler finanziell lohnt. Können Sie das bitte genauer erklären?

Natürlich, sehr gern. Hinsichtlich der Kosten hat der Versicherungsmakler zunächst eine einmalige Installationsgebühr von 99,00 Euro zu entrichten. Hierfür wird ihm die App Klara zur Verfügung gestellt und auf seine Bedürfnisse individualisiert und seine Versicherungsbestände werden eingespielt.

Die monatlichen Nutzungskosten betragen 29,00 Euro für jeweils ein Paket von 1000 Kunden. Für jeden Endkunden, dem der Makler Klara zur Verfügung stellt, zahlt er also 29 Cent im Monat und mit der Schadenunterstützungsklausel 129 Cent. Diese zusätzlichen Kosten sind zwar aus seiner Courtage zu finanzieren, wobei die Übernahme von Fremdverträgen und der Abschluss von Servicevereinbarungen dafür gute Möglichkeiten bieten.

Wir bieten dem Makler bewusst ein sehr preisgünstiges Angebot. Bei unseren ersten 100 Neukunden verzichten wir außerdem auch auf die Einrichtungsgebühr und stellen dem Makler die Nutzung von Klara drei Monate zum Test kostenfrei zur Verfügung.

Vielen Dank, Herr Michaelis, für die ausführliche Erläuterung der Klara-Vorteile. Möchten Sie dem noch etwas hinzufügen?

Neben den aufgezeigten wirtschaftlichen Vorteilen möchte ich am Schluss noch darauf hinweisen, dass die richtige Anbieterauswahl einer App für den Versicherungsmakler sehr wichtig ist. Er muss darauf achten, dass diese Technik ihm langfristig zur Verfügung steht, regelmäßig weiterentwickelt wird und damit ein zukunftsfähiges und preisgünstiges Arbeitstool bietet. Wir bieten Versicherungsmaklern diese Unabhängigkeit, Sicherheit für ihre wertvollen Datenbestände und das fachliche Know-how, um den großen FinTechs die Stirn zu bieten.

Außerdem gibt es keine versteckten Provisions- oder Produktinteressen. Wir bieten eine qualitativ hochwertige Dienstleistung basierend auf unserer langjährigen Erfahrung an. Dabei spielt die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers eine große Rolle. Ein Aspekt, der in Verbindung mit jedem Anbieter der neuen digitalen Welt zu prüfen ist.

Herr Michaelis, vielen Dank für das informative Gespräch.

 

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Bilder: (1) © sdecoret / fotolia.com (2) © Michaelis Rechtsanwälte (3) © experten-netzwerk GmbH

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