Solar World: Horst Piepenburg vorläufiger Insolvenzverwalter

Der renommierte Sanierungsexperte Horst Piepenburg ist vom Bonner Amtsgericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter der SolarWorld-Gesellschaften bestellt worden.

Er wolle sich mit seinem Team nun zügig mit der aktuellen Lage des Unternehmens auseinandersetzen. Dabei solle der Geschäftsbetrieb reibungslos aufrechterhalten und die Löhne und Gehälter zunächst für die kommenden drei Monate sichergestellt werden.

Entscheidung des Insolvenzgerichts

Das Bonner Amtsgericht hat als zuständiges Insolvenzgericht den renommierten Sanierungsexperten Horst Piepenburg von der Kanzlei Piepenburg-Gerling zum vorläufigen Insolvenzverwalter der SolarWorld AG sowie der Tochtergesellschaften SolarWorld Industries Sachsen GmbH, SolarWorld Industries Thüringen GmbH, SolarWorld Industries Deutschland GmbH und der SolarWorld Innovations GmbH bestellt.

Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Der Vorstand des größten Solarherstellers Deutschlands hatte am 11. Mai 2017 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung, die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften haben am 12. Mai 2017 einen entsprechenden Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

In der SolarWorld-Gruppe arbeiten rund 3.000 Beschäftigte weltweit, davon rund 250 in der Konzernzentrale in Bonn. Insgesamt erwirtschaftete der Solarstromtechnologiekonzern einen Umsatz von gut 800 Millionen Euro. Am sächsischen Standort Freiberg arbeiten rund 1.260 Beschäftigte und 33 Auszubildende, im thüringischen Arnstadt 735 Beschäftigte und sieben Auszubildende.

 

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