Wulff: „Freedom within a Framework”

Markel International verkündet als erster britischer Versicherer am Morgen des 18. Mai 2017, dass konkrete Pläne für die Gründung einer Versicherungsgesellschaft in Deutschland verfolgt werden und Gespräche mit der BaFin bereits Gestalt annehmen.

Markel verfolgt damit die Strategie von München aus einen europäischen Wachstumsmarkt konsequent zu betreuen und auszubauen. Und zwar unabhängig davon, welche Auswirkungen die Finanz- und Versicherungsindustrie bedingt durch einen Brexit zu schultern hat.

Brexit-Flüchtling oder eher „ein Herz für München“?

Brexit-Flüchtling? Das wehrt Frederik Wulff, Hauptbevollmächtigter von Markel in Deutschland, konsequent ab. Es handelt sich um eine strategische Entscheidung, um lokale Märkte, um spezifische Bedürfnisse von Zielgruppen, die in einem rechtlich sicheren Rahmen besser zu identifizieren sind. Eben um „freedom within a framework“, wie der Brite zu sagen pflegt. Welche Geschäfte auf das neugegründete Unternehmen in München übertragen werden, bleibt aufgrund der Brexit-Verhandlungen noch abzuwarten.

Konzentration auf definierte Zielgruppen

Der Markteintritt ist für den neuen Anbieter für das Jahr 2018 geplant. Wulff betont in diesem Zusammenhang, dass keine Ausweitung der Geschäftsfelder auf weitere Sparten in Planung sind. Vielmehr ist es das Ziel, sich weiterhin auf die definierten Zielgruppen für gewerbliche und industrielle Kunden sowie Banken und Finanzinstitute zu konzentrieren. Der Schwerpunkt wird dabei nach wie vor auf einem hohen Maß an Spezialisierung für weitreichende Leistungsangebote im Bereich Vermögensschadenhaftpflicht und D&O liegen.

Schadenphilosophie erlebbar machen

Markel International fokussiert in Deutschland eine klare Ausrichtung auf den Vertriebsweg des unabhängigen Versicherungsmaklers. Wulff betont dabei, dass das Unternehmen aktuell 1200 aktive Makleranbindungen pflegt, die sich auf die Betreuung von kleineren Gewerbekunden konzentrieren. Auch mit den TOP 100 der nationalen und den TOP 3 der internationalen Maklerunternehmen steht Markel im regelmäßigen, fachlichen Austausch.

Dabei liegt der Fokus auf transparenter Kommunikation. Sehr deutlich zeige sich dies im Schadenmanagement: Markels Philosophie gründet auf ihrem kommunikativen Stil sowohl Maklern gegenüber als auch den Geschädigten. Aufgrund der Meinung der Makler – festgestellt anhand unternehmensinterner Case Studys – wird die Schadenphilosophie nicht nur messbar sondern auch „erlebbar“ gemacht.

 

Bild: © alphaspirit / fotolia.com

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