Pflegereform 2017 – kein Stein bleibt auf dem anderen

Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung leistet nach wie vor für die Versicherten nur einen Basisschutz im gesetzlichen sozialen Sicherungssystem. Die Änderungen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes zum 01. Januar 2017 bedeuteten die größte Reform seit Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung vor mehr als 20 Jahren. Dementsprechend hat auch die Gothaer die gesetzlichen Vorgaben inklusive aller Leistungsverbesserungen für ihre privat pflegeversicherten Kunden umgesetzt. Mit Einführung der Pflegegrade werden die absoluten Leistungen der Pflegepflichtversicherung zum Teil sogar erhöht.

Pflegefall birgt weiterhin ein hohes finanzielles Risiko

Trotz aller gesetzlichen Leistungsverbesserungen bleibt es aber dabei: Die Kosten, die durch einen Pflegefall entstehen, bedeuten für den Pflegebedürftigen und seinen Familienverbund eine immense zusätzliche finanzielle Belastung. Dieses Risiko kann und muss mithilfe einer privaten Ergänzung reduziert werden, wenn das Einkommen oder auch das Vermögen nicht in hohem Maße gefährdet werden soll. Wer seine Angehörigen finanziell und emotional entlasten und eine mögliche finanzielle Abhängigkeit vom Sozialamt verhindern möchte, sollte auch nach der Reform mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorsorgen.

Bei der Gothaer entscheidet der Kunde

Der Gothaer-Versicherungsschutz MediPG wurde dafür umfassend und ohne Einschränkungen an die neue Pflegesystematik angepasst. Nach den gesetzlichen Überleitungen wendet die Gothaer Krankenversicherung bei der Pflegevorsorge – im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern – das „Leistungsbarwertäquivalenzprinzip“ nicht an.

Das bedeutet: Die Gothaer hält an der Pflege-Premiumlösung fest und bietet auch nach der Umstellung auf die Pflegegrade einen höchstmöglichen Versicherungsschutz. Die Leistungen werden im Zuge der Überleitung nicht reduziert. Denn: In der Regel ist eine Erhöhung abhängig vom Ergebnis der Risikoprüfung.

Wichtige Leistungselemente

Im „Kerntarif“ MediPG 4 ist die Absicherung eines Tagegeldes weiterhin bis zu 130 Euro, beziehungsweise 3.900 Euro im Monat, möglich. Bei erforderlicher stationärer Pflege werden die versicherten Leistungen ab Pflegegrad 2 fällig – alternativ leistet der Tarif bei ambulanter Pflege ab Pflegegrad 4. Unter Berücksichtigung zahlreicher Erhöhungs- und Nachversicherungsoptionen und dem Wissen, dass sich aktuell der stationäre Pflegeeigenanteil im Bundesschnitt auf circa 1.700 Euro im Monat beläuft, ist die Absicherung eines Tagessatzes in Höhe von 60 Euro schon ausgesprochen komfortabel.

Selbstredend kann der Kernschutz durch weitere Tarifmodule (beispielsweise für ambulante Pflegegrade 1–3) passgenau individualisiert werden. Ob Soforthilfe bei zeitlich begrenzter Pflege, Anschubfinanzierung oder gewünschte Leistung bei geringer Pflegebedürftigkeit – in jedem Falle gilt: Ab Pflegegrad 2 müssen keine Beiträge mehr entrichtet werden.

Aufgrund des PSG II erfährt einzig und allein der Tarif MediP 0 eine leichte Wesensveränderung. Ursprünglich wurde dieser Tarifbaustein entwickelt, damit die Absicherung einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (§ 45a SGB XI) möglich war. Durch die gesetzliche Implementierung von „Demenzleistungen“ in allen Pflegegraden ist dieser Leistungsinhalt jedoch nunmehr obsolet. Zum Jahresbeginn 2017 ging dieser Tarif in den neu geschaffenen Pflegegrad 1 über und leistet jetzt bei „geringer Pflegebedürftigkeit“.

MediPG-2017-Gothaer

Betroffene Bestandskunden, die MediP 0 als (Solo)Versicherungsschutz bis zum maximalen Tagessatz in Höhe von 50 Euro (entspricht 1.500 Euro monatlich) gewählt haben und hiermit an sich „nur“ das „Demenzrisiko“ abgesichert haben wollten, können problemlos den Tagessatz reduzieren. Außerdem ist – befristet und ohne Risikoprüfung – eine Umverteilung des reduzierten Tagessatzes möglich. Konkret heißt das: Alle Tarife ab Pflegegrad 2 können auf Wunsch aufgestockt werden.

Zukunftssicherheit bei Gesetzesänderungen

Die Erfahrungen zeigen, Gesetze unterliegen einer gewissen Volatilität. Dessen ist sich die Gothaer bewusst und bietet in allen Tarifen Wechseloptionen ohne erneute Gesundheitsprüfung und zeitliche Einschränkungen an. Diese Option gilt auch bei bereits bestehender Pflegebedürftigkeit. Zudem existiert in allen Modulen die Nachversicherungsgarantie von (noch) nicht abgesicherten Pflegegraden.

Die Dynamik einer Erhöhung besteht vor und im Leistungsfall sowie bei Änderung der Lebensumstände. Selbst bei einer Kurzzeitpflege leistet die Gothaer: Sowohl Krankenhaus- und Kuraufenthalte als auch die stationäre Rehabilitation sind im MediPG abgedeckt. Hinzu kommt, dass der Gothaer Pflegeversicherungsschutz weltweit gilt. Verschiedene Praxisbeispiele verdeutlichen das weitreichende Leistungsspektrum.

„Die jungen Wilden“

MediPG empfiehlt sich nicht erst im hohen Alter: Auch zum Beispiel der acht Jahre alte, fußballverrückte Simon kann und sollte von seinen Eltern versichert werden.

Denn: Ein Ball rollt schnell auf die angrenzende verkehrsträchtige Straße, die Wahrscheinlichkeit eines schweren Unfalls ist latent vorhanden. Insbesondere junge Mütter machen sich häufig Sorgen und können für einen sehr geringen, einstelligen monatlichen Beitrag mit einer hochwertigen Absicherung für ihre Kinder Vorkehrungen treffen. Studenten und Berufseinsteiger – konkret Personen in der Altersklasse bis 30 Jahre – profitieren ebenfalls von der Flexibilität und Ausgestaltung im Tarif MediPG.

Ihr Dilemma: Keine Pflegeabsicherung wegen geringem Budget. Die Lösung: Gute, aber suboptimale Absicherung – meist unter 20 Euro.

Der Vorteil: Der gute Gesundheitszustand wird sozusagen eingefroren. Mit zahlreichen Erhöhungs- und Nachversicherungsoptionen kann der Versicherungsschutz ohne Risikoprüfung auf den eigentlichen Bedarf sukzessive nachjustiert werden.

„Die Etablierten“

Thorsten K. ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Informatiker im Angestelltenverhältnis. Sein Haus ist noch nicht abbezahlt, die beiden Kinder (Schüler) belasten ebenfalls noch das Familienbudget. Bislang konnte man ihm ein fehlendes Pflegebewusstsein unterstellen, aber inzwischen bereitet ihm der Gesundheitszustand seiner Mutter zunehmend Sorgen.

Seit Kurzem befasst er sich mit der aktuellen und perspektivischen Situation. Im Fall der Fälle möchte er keinesfalls seine Frau und Kinder belasten. Folglich entscheidet er sich als Informatiker und „knallharter Rechner“ für seine individuelle Grundabsicherung, knapp unter 30 Euro. Als aktuell 45-Jähriger unterstellt er seinen persönlichen Pflegeeintritt mit ca. 80 Jahren. Von seinen zahlreichen Erhöhungsmöglichkeiten will er Gebrauch machen – sein Haushaltbudget lässt dies auch perspektivisch immer besser zu.

Sein Kalkül: Der aktuell versicherte Tagessatz in Höhe von 30 Euro wird sich mindestens verdreifachen (bis Erreichtalter 67 Jahre) und der theoretische Pflegefall ist noch lange nicht in Sicht. Er weiß: Bis dahin ist seine Familie vollumfänglich abgesichert. Schlau!

 

 

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