Gefahr durch InsurTechs wird unterschätzt

Nur jeder fünfte Finanz- oder Versicherungsmakler sieht in InsurTechs eine hohe oder sehr hohe Bedrohung für das Maklergeschäft im Allgemeinen. 30 Prozent stufen diese als gering oder sogar sehr gering ein.

Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Studie „MaklerAbsatzbarometer“ mit dem Vertiefungsthema InsurTechs des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov hervor. Für die Erhebung wurden 265 unabhängige Finanz- und Versicherungsmakler mit Schwerpunkt im Privat- oder Firmenkundengeschäft vom 16.12. bis 31.12.16 repräsentativ befragt.

87 Prozent der Makler sehen keine Gefahr

Schon seit 2008 nehmen sogenannte FinTechs oder InsurTechs massiven Einfluss auf die Banken- und Versicherungsbranche. 87 Prozent der Makler haben bereits von ihnen gehört. Doch bislang unterschätzen sie die Gefahr, die in ihnen schlummert. Besorgt um das persönliche Arbeitsumfeld sind nur neun Prozent der Befragten.

Kooperationsbereitschaft mit alternativen Anbietern

Bei der Kooperationsbereitschaft scheiden sich die Geister: 37 Prozent lehnen die Zusammenarbeit mit alternativen Anbietern eher ab. Unentschieden zeigen sich 39 Prozent.

Nur jeder Fünfte kooperiert bereits mit einem InsurTech oder kann sich die Zusammenarbeit wenigsten vorstellen. Bei der Wahl eines solchen stehen simplr (10 Prozent), Covomo (9 Prozent), Finanzchef24 (8 Prozent) und friendsurance (8 Prozent) auf den ersten Plätzen.

Die knappe Mehrheit der Makler (54 Prozent) kann sich allerdings keine Kooperation mit einem der bereits etablierten Anbieter vorstellen.

Privat- und Firmenkundengeschäft leicht gestiegen

Wie die aktuelle Erhebung des „MaklerAbsatzbarometer“ zeigt, verzeichnet der Absatzindex im vierten Quartal 2016 mit einem Plus von drei Indexpunkten im Privatkundengeschäft von vorherigen 56 auf 59 (Wertebereich von 0-100, Expansionsschwelle = 50) eine leichte Steigung im Vergleich zum dritten Quartal. Die Finanzprodukte im Privatkundengeschäft erleben ein Indexplus von sechs Punkten und liegen somit bei der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Im Bereich der Sach-Produkte lässt sich ein Anstieg von 64 auf gegenwärtige 67 Indexpunkte konstatieren.

Ebenfalls gestiegen, von vorherigen 60 Punkten, ist der Absatzindex der Firmenkunden. Er befindet sich somit in diesem Quartal auf einem Hoch von 64. Im Sach-Bereich ist mit vier Indexpunkten ein Anstieg auf 66 zu verzeichnen. In den weiteren Bereichen auf Spartenebene, wie Haftplicht oder Rechtsschutz, sind ebenso positive Entwicklungen im Vergleich zum Vorquartal festzustellen

 

Bild: © alphaspirit / fotolia.com

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