Klage gegen Allianz geplant

Euro am Sonntag meldete am Wochenende, dass Verbraucherschützer gegen die Allianz gerichtlich vorgehen wollen. Konkret wirft die Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg dem Konzern irreführende Werbung für die private Rentenversicherung „Indexselect“ vor. Die Klage soll nach Informationen der Verbraucherzentrale Hamburg in der nächsten Zeit eingereicht werden.

Nach Angaben der Verbraucherschützer nutze die Allianz das „gute Ansehen von Indexfonds“, ohne tatsächlich die vollen Vorteile dieser Produktgattung zu bieten. Auf der Internetseite des Versicherers werde suggeriert, dass das eingezahlte Geld der Versicherten von der Entwicklung des europaweiten Index Eurostoxx 50 profitiere.

In Wirklichkeit fließe lediglich die Überschussbeteiligung, die ähnlich wie bei klassischen Policen nur einen Bruchteil des Kundengeldes ausmache, in Optionen auf den Eurostoxx 50. Ferner sei für den Kunden nicht erkennbar, dass aufgrund der kontinuierlich sinkenden Überschussbeteiligungen der investierte Prozentsatz immer weiter schrumpfe.

Die Verbraucherzentrale hatte den Versicherungskonzern bereits im Mai 2016 zu einer Unterlassungserklärung aufgefordert, diese hatte der Allianz-Konzern abgelehnt. Ein Unternehmenssprecher betonte jetzt gegenüber „Euro am Sonntag“, man könne die Kritik nicht nachvollziehen und habe die Internetdarstellung deshalb unverändert gelassen. „Indexselect“ habe nach letztverfügbaren Zahlen 400.000 Kunden gefunden und sei damit das „erfolgreichste kapitalmarktnahe Versicherungsprodukt“ der Allianz.

 

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