Einkommensverteilung in Deutschland seit 10 Jahren stabil

Gegensätzlich zur landläufigen Wahrnehmung singt die Wirklichkeit andere Töne: Während in der Bevölkerung der Eindruck entstehe, die Einkommensverteilung werde immer ungleicher, zeigt die Statistik in den letzten zehn Jahren keine Zunahme an.

Dies ist das Ergebnis des aktuellen Konjunkturberichts des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin betont:

„Das Wirtschaftswachstum kommt in Deutschland breiten Bevölkerungskreisen zugute. Dafür sorgt der robuste Arbeitsmarkt.“

Deutschland sei nicht mit Ländern wie den USA vergleichbar, wo ein Großteil der Zuwächse auf die Einkommensstärksten entfalle.

Einkommensverteilung auch in Zukunft stabil halten

Die Chancen für Deutschland die Einkommensverteilung auch weiterhin stabil zu halten, stehen gut. Die hohe Leistungsfähigkeit des Arbeitsmarktes sei hierfür ausschlaggebend. Beschäftigungsreserven seien mobilisierbar, wenn bessere Anreize für mehr Vollzeittätigkeiten geschaffen werden würden. Dies könne beispielsweise durch weitere Verbesserungen bei der Kinderbetreuung oder durch eine geringere Abgabenlast bei niedrigen und mittleren Einkommen bewerkstelligt werden.

Deutschland schneidet international gut ab

International gebräuchliche Maße der Einkommensverteilung ließen erkennen, dass die Einkommensverteilung in Deutschland sogar etwas weniger ungleich ausfalle als im Durchschnitt der fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In zahlreichen Volkswirtschaften liege es am Trend zur hohen Verfügbarkeit von einfach qualifizierter Arbeit im Zuge der Globalisierung und an der steigenden Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften im Zuge des technischen Wandels.

Diese Trends wirkten zwar auch in Deutschland, dies werde aber durch die gute Arbeitsmarktentwicklung ausgeglichen.

 

Bild: © Christopher Pahl / fotolia.com

Themen: