Social Media & Marketing Report Assekuranz 2016

Entgegen der Aussagen diverser Experten und vielzähliger Studien befindet sich die Versicherungsbranche der D-A-CH-Region in Sachen Social Media und Marketing weiterhin auf gutem Kurs. Tatsächlich hinkt sie anderen Branchen nicht meilenweit hinterher. Dies hat As im Ärmel herausgefunden und mit dem großen Social Media und Marketing Report der Assekuranz 2016 belegt. Umfangreiche Zahlen, Daten, Fakten und über 200 Praxisbeispiele von 84 Versicherern liefern Information, Inspiration und fundiertes Wissen über den tatsächlichen Stand und geben einen umfassenden Überblick über die Versicherungsbranche der D-A-CH-Region.

Die Versicherungsbranche steigert ihre Reichweite kontinuierlich

Der Wissensdienstleister und Berater für deutschsprachige Versicherer hat 210 Versicherer untersucht. Davon sind 199 im so genannten Social Web aktiv. Zusammen kommen die Produktanbieter auf 953 (mehr oder minder) offizielle Accounts auf insgesamt 28 Plattformen – darunter sechs Messenger. Die drei Klassiker Facebook (162), YouTube (157) und Xing (136) sind natürlich noch weiterhin in Führung.

Gleichzeitig fiel aber auf, dass die Anzahl der Versicherer, die Instagram in ihr Marketing einbinden, deutlich ansteigt – auf mittlerweile 39 (letztes Jahr 12). Und in den letzten Monaten begannen sogar die ersten drei Unternehmen mit Snapchat zu experimentieren.

Die Langzeitanalyse seit 2013 zeigt zudem, dass die Assekuranz in den Netzwerken nicht nur aktiv ist, sondern auch überall und beständig ihre Reichweite steigert. So erreicht sie beispielsweise auf Facebook mittlerweile über 3,8 Millionen Fans und gewinnt kontinuierlich pro Monat durchschnittlich mehr als 60.000 Fans hinzu.

facebook-fans-grafik-2016-as-im-aermel

Werbebudget für Content-Promotion ist Standard, Messenger und Bots werden es

Die reine Quantität sagt natürlich nichts über Qualität aus. Doch auch in diesem Punkt kann sich die Assekuranz durchaus mit anderen Branchen messen. Weg vom Cat-Content hin zu thematisch passenden Inhalten – die Branche agiert mittlerweile professionell und zielgerichtet. Dies beweist auch die Tatsache, dass die Versicherer Content-Marketing nicht nur verstanden haben, sondern auch Werbebudget für Content-Promotion bereitstellen. Und dieses nicht nur beim Primus Facebook ausgeben. Nein, auch auf Twitter, Instagram und Xing lassen sich gesponserte Postings finden. Abseits von reiner Werbung verfolgen erste Versicherer sogar völlig neue Ansätze und versuchen mit Realtime- und Influencer-Marketing ihre Inhalte im richtigen Moment bei der passenden Zielgruppe zu platzieren.

Dass die Assekuranz doch schon am Puls der Zeit angekommen ist, zeigt sich vor allem beim Blick auf das omnipräsente Thema „Messenger & Chat-Bots“. Wir befinden uns erst am Anfang des Messenger-Zeitalters und stehen damit vor einem fundamentalen Wandel in der Unternehmenskommunikation. Eine Entwicklung, die auch auf jede Versicherung Auswirkungen haben wird. Denn schon bald werden Kunden neben Telefon und E-Mail auch einen Messenger von ihrem Anbieter erwarten und als Kontaktmöglichkeit nutzen wollen. Und im Zuge von dessen Verbreitung werden sich wiederum auch Bots etablieren und damit eine (teilweise) automatisierte Kommunikation zwischen Kunden und Versicherungen.

Dass das schon heute keine Zukunftsvision mehr ist, beweist die ERGO Direkt, welche sich mit dem Messenger-Chatbot-Hybrid „Insurgram“ schon in der Pilotphase befindet. Zudem brachte das Ergebnis einer Branchenumfrage zu Tage, dass immer mehr Versicherer auf Messenger in der Kundenkommunikation setzen, wobei der Facebook-Messenger der mit Abstand beliebteste ist, und dass sechs weitere Versicherer aktuell Chatbots planen bzw. schon entwickeln.

chatbots-assekuranz-grafik-2016-as-im-aermel

Versicherungsbranche haben GIFs für die Kommunikation entdeckt

Wie die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema „Messenger und Bots“ zeigt, ist die Assekuranz der D-A-CH-Region mit dem Zeitgeist auf Augenhöhe. Noch verstärkt wird diese Wahrnehmung durch die im ersten Moment banal erscheinende Tatsache, dass immer mehr Versicherer GIFs in ihre Kommunikation einbinden.

Doch letztendlich ist es nicht (mehr) banal, denn im Jahr 2016 haben GIFs den endgültigen Durchbruch als Kommunikationsmedium geschafft. War es in diversen Messengern bereits länger möglich, mit Hilfe von GIFs zu kommunizieren, wie beispielsweise bei Slack, Threema oder WeChat, hat nun seit diesem Jahr auch Facebook nachgezogen und das Medienformat in den Facebook Messenger integriert. Und auch bei WhatsApp soll es noch in diesem Jahr so weit sein.

Doch wie kam es zum Comeback dieses 30 Jahre alten Formates? Die Antwort liegt auf der Hand. GIFs sind leicht zu verstehen, verdichten viel Information und transportieren vor allen Dingen Emotionen. Was besonders in der im Internet vorherrschenden abstrakten Schreibkultur notwendig ist, um nicht nur auszudrücken, was sondern auch wie man etwas meint. GIFs sind im Prinzip die Evolution von Smileys – neudeutsch auch Emojis – in unserer Kommunikation.

Selbst wenn es aktuell vielleicht noch „unseriös“ oder sogar undenkbar erscheint, in Zukunft werden GIFs ähnlich Einzug in die geschäftliche Kommunikation halten, wie es Smileys bzw. Emojis schon getan haben. Das haben schon jetzt immer mehr Versicherer erkannt und nutzen das Format, um damit Inhalte jeglicher Art zu transportieren, vom unterhaltsamen Cat-Content, über Gewinnspiele bis hin zur Produktwerbung. Auffallend dabei ist, dass GIFs fast durchweg überdurchschnittliche Interaktionen erzielen.

sm-report-titel-2016-as-im-aermel

„Der große Social Media & Marketing Report der Assekuranz 2016“ kann direkt über As im Ärmel bezogen werden. Mehr Informationen und eine Leseprobe finden Sie unter www.as-im-aermel.de/somere2016.

 

 

 

Bild: (1) © Sondem / fotolia.com (2 – 4) © As im Ärmel

 

Themen: