M&M: Krankenversicherer behaupten sich

Der sechste Jahrgang des M&M Ratings KV-Unternehmen bestätigt vier Versicherungsgesellschaften eine 5-Sterne-Bewertung und neun Versicherer werden mit 4-Sterne-bewertet. Analysiert wurden im Rahmen der Betrachtung 31 Gesellschaften.

Bei dem Rating wurden jeweils zehn Bilanzkennzahlen der Privaten Krankenversicherer für die Jahre 2011 bis 2015 analysiert und gibt Aufschlüsse über die wichtigsten Aspekte der Versicherer: Kosten, Solidität und Wachstum. Auch in diesem Jahr belegt die Auswertung einen verhaltenden Zuwachs, wie auch in den zurückliegenden Jahren.

Die Zahlen in der Krankenvollversicherung sind, wie zu vermuten war, rückläufig. Positiv hingegen entwickelt sich der Bereich der privaten Krankenzusatzversicherungen. Hier dürfte auch in Zukunft mit einer Wachstumsrate zu rechnen sein.

Gute Eigenmittel

Die Ausstattung der Eigenmittel in den Gesellschaften ist gut. Die Eigenkapitalquote bestätigt einen weiterhin leicht steigenden Trend. Die Rückstellung für die Beitragsrückerstattung (RfB), die als Puffer zur Vermeidung von Beitragsanpassungen dient, ist zwar leicht geringer als im Vorjahr, aber noch immer auf einem hohen Niveau. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer ausgefallene Zuführung zur RfB belegt zum Beispiel, dass die aktuelle Situation am Markt nicht einfach ist.

Die Gesellschaften sind gefordert, steigende Kosten für neue Medikamente und moderne, verbesserte Behandlungsmethoden zu leisten und finanziell zu schultern. Auch die Versicherten werden älter, die Zahl der Behandlungen steigt in der Regel damit. Erschwerend kommt die angespannte Situation im Bereich der Kapitalanlage hinzu. Die Nettoverzinsung lag 2015 im Durchschnitt mit 3,7 Prozent erstmals deutlich unter 4,0 Prozent.

Die Top-Bewertungen

Allianz, Alte Oldenburger, Mecklenburgische und Provinzial wurden mit 5-Sternen ausgestattet, vier Sterne erhielten: Debeka, Deutscher Ring, DEVK, Hallesche, Inter, LKH; LVM, R+V, und Signal Iduna.

 

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