PKV: Test der Beihilfe-Zusatztarife

Brillen, Zahnersatz, Besuch beim Heilpraktiker oder Chefarztbehandlung im Krankenhaus: Beamte müssen bei solchen Leistungen oft zuzahlen, weil die Beihilfe nichts oder nur einen kleinen Teil zahlt. Wie die Stiftung Warentest ermittelt hat, können Beamte ihren Eigenanteil verringern oder sogar auf Null reduzieren, wenn sie bei ihrer privaten Krankenversicherung eine Zusatzversicherung abschließen.

Die Stiftung Warentest hat 53 Beihilfeergänzungstarife untersucht sowie 24 Tarife mit Anspruch auf Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer sowie 19 Tarife mit Anspruch auf Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer. Die Ergänzungstarife stopfen Beihilfelücken bei ambulanten und zahnärztlichen Behandlungen und sind beispielsweise für einen 35-jährigen oft schon für weniger als 10 Euro pro Monat zu haben. Die Krankenhaustarife gehen in der Regel mehr ins Geld. Einen Beamten, der den Zusatzschutz mit 35 Jahren abschließt, kostet ein Einbettzimmertarif zwischen 41 und 71 Euro im Monat. Zweibettzimmertarife sind etwas günstiger und kosten zwischen 33 und 57 Euro im Monat.

Stiftung Warentest rät, solche Versicherungen möglichst schon in jungen Jahren abzuschließen. Wer sie erst mit 55 Jahren abschließt, zahlt für einen Einbettzimmertarif schon zwischen 67 und 109 Euro pro Monat. Anhand von konkreten Leistungsbeispielen wird gezeigt, welche Kosten die Beihilfeergänzungstarife für Brillen, Heilpraktikerbehandlungen und Laborkosten bei einer Zahnbehandlung übernehmen. Beamte, die diesen Zusatzschutz haben möchten, schließen ihn am besten gleich bei der Verbeamtung zusammen mit dem Grundtarif bei ihrer privaten Krankenversicherung ab. Wer das versäumt hat, kann es aber noch nachholen.

Das ausführliche Themenpaket Private Krankenversicherung für Beamte ist bei Stiftung Warentest kostenpflichtig abrufbar.

 

Bild: © Ezio Gutzemberg / fotolia.com

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