Big Data – kein Fall nur für Großunternehmen

Zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen weltweit erwarten von der Datenanalyse von Massendaten „Big Data“ Wettbewerbsvorteile. Dies geht aus der IBM-Studie „Analytics: The real-world use of big data“ hervor. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 36 Prozent.

24 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben somit in den zurückliegenden Jahren ihre Meinung zu Big Data geändert. Die Studie belegt, dass ca. 75 Prozent der Unternehmen bereits mit Big-Data-Projekten begonnen haben oder die Umsetzung in der Planung enthalten ist. Rund die Hälfte erhofft sich, besser auf Kundenwünsche eingehen, schneller neue Chancen erkennen und auf veränderte Geschäftsanforderungen reagieren zu können.

Der Mittelstand setzt dabei vor allem auf die sinnvolle Auswertung und Analyse interner Daten: 88 Prozent der Daten, die von Mittelständlern genutzt werden, entstammen Transaktionen der Unternehmen. 81 Prozent der Informationen werden aus Messdatenerfassung, dem sogenannten Datalogging, gewonnen. Die Hälfte der Mittelständler verwendet auch Daten aus E-Mails und Daten, die im Rahmen von Veranstaltungen gesammelt wurden. Immerhin 43 Prozent verwenden bereits externe Daten beispielsweise aus sozialen Netzwerken.

Für die Digitalisierung in Deutschland spielt der Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft eine enorm wichtige Rolle. Die Nutzung von Big Data kann dessen starke Position auch in Zukunft sichern. Prof. Dr. Christof Weinhardt, Leiter der Smart-Data-Begleitforschung und Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik, sagt:

„Das bedeutet, dass die Verwendung von Big Data klar im Alltag mittelständischer Unternehmen angekommen ist.“

Die Studie, zu der weltweit mehr als 1.100 Unternehmen befragt wurden, definiert für mittelständische Unternehmen Daten bereits ab einem Datenvolumen von einem Terabyte als Big Data (für Großunternehmen gelten Daten ab 100 Terabyte als Big Data).

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Bild: (1) © Sergey Nivens / fotolia.com (2) © Smart Data

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