Elementar: Verbraucherschutz fordert Versicherungspflicht

Muss man den Verbraucher vor sich selbst schützen? Oder vor den Versicherungen? Der Bund der Versicherten fordert eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden an Hausrat und Wohngebäuden. Die Ereignisse der letzten Tage haben gezeigt, dass Starkregen überall eintreten und große Schäden anrichten kann. Für viele Menschen bedeutet das jetzt den Ruin.

Jetzt erwartet der Verbraucherschutz „mehr Ablehnungen, höhere Prämien und auch Kündigungen bestehender Verträge“, so Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen. Für die Menschen ist eine solche Entwicklung dramatisch. Finanzielle Soforthilfen der Bundesländer sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und das Spendenaufkommen wird mit zunehmenden Naturkatastrophen geringer ausfallen. Und weder auf das Eine noch auf das Andere gibt es einen Rechtsanspruch. Anders ist das bei Versicherungsverträgen. Auch deshalb ist die Einführung einer gesetzlichen Versicherungspflicht gegen Elementarschäden der einzig richtige Weg. Jeder Hauseigentümer muss dann eine solche Versicherung abschließen – ohne dass es die Versicherer ablehnen können. So bleibt auch die Prämie für die Versicherungsnehmer wegen der großen Versichertengemeinschaft bezahlbar.

Das bestätigt ein Blick in die Schweiz, die schon lange eine solche Versicherungspflicht eingeführt hat. „Bleibt zu hoffen, dass in Deutschland die Ministerpräsidenten aller Bundesländer endlich erkennen, dass diese rechtlich durchaus umsetzbare Lösung für die Bürger, die Kommunen und den Staat schnellstmöglich umgesetzt werden muss“, so Heyer und Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten.

 

Bild: © Gina Sanders / fotolia.com

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