Fotovoltaikanlagen versichern: Tipps vom Profi

Seit über zehn Jahren ist die Oberösterreichische Versicherung ein anerkannter Partner rund um die Absicherung von Fotovoltaik-Anlagen und konzentriert sich dabei auf privat genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser bzw. landwirtschaftlich oder gewerblich genutzte Objekte. In unserem Interview fragen wir nach dem Service für den Versicherungsmakler.

Christian Waldheim, Key Account Manager Maklervertrieb Ost der Oberösterreichischen Versicherung

Christian Waldheim, Key Account Manager Maklervertrieb Ost der Oberösterreichischen Versicherung

Herr Waldheim, bei der Oberösterreichischen Versicherung sind 50.000 Anlagen bundesweit, das entspricht einem Marktanteil von ca. acht Prozent, versichert. Was muss ein Makler für eine korrekte Angebotserstellung und Objektanalyse wissen?

Das ist richtig, gerade in dem Segment der Klein – und mittleren Anlagen dürfen wir mit Recht sagen, Marktführer zu sein. Hinzu kommt, dass wir stetige Zuwächse verzeichnen. Den Aufwand für unseren Vertriebspartner wollen wir überschaubar halten. Für eine konkrete Angebotserstellung kann der Makler den Fragebogen, der auf unserer Homepage hinterlegt ist, nutzen. Es ist im ersten Schritt ausreichend, wenn die Kopie der Installationsrechnung an uns übermittelt wird. Zusätzlich benötigen wir noch weitere Angaben:

  • wo ist die Anlage installiert
  • ist das Wohngebäude massiv

In jedem Fall sind Fotos der Anlage sehr hilfreich.  Auch darf die Anlage nicht älter als fünf Jahre sein.

Wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner in der Kundenberatung?

Grundsätzlich stehen wir unseren Vertriebspartner jederzeit für Fragen rund um die Versicherung der Anlage zur Verfügung. Im Einzelfall fahren wir mit unserem Vertriebspartner gemeinsam zum Kunden vor Ort, um ihn entsprechend zu beraten. Natürlich nicht bei Kleinanlagen.

Über die häufigsten Schäden hatten wir bereits berichtet. Was muss ein Makler bei der Aufnahme des Schadens und der Schadenmeldung beachten?

Grundsätzlich sollte die Meldung schnellstens an uns weitergeleitet werden. Als Unterstützung wurde dazu ein Schadenleitfaden für unsere Vertriebspartner entwickelt, der nützliche und hilfreiche Informationen enthält. Bei der Aufnahme der Schadenmeldung ist es wichtig, den Versicherungsnehmer darauf hinweisen, dass das beschädigte Gerät bzw. die Geräteteile (z. B. Module oder auch Wechselrichter) bis zum Abschluss des Schadens aufzuheben sind. Diese sollten keinesfalls von der Firma, die die Reparatur ausführt, entsorgt werden. Hinzu kommt, dass die Kopie der ursprünglichen Anschaffungsrechnung der Anlage einzureichen ist.

Wie schnell muss oder kann eine Instandsetzung der Anlage erfolgen? Unterstützen Sie auch mit Assistance-Leistungen?

Eine Anlage sollte so schnell wie möglich wieder instandgesetzt werden, damit die Unterbrechung der Anlage nicht allzu lange dauert. In jedem Fall sollte ein großer Stromverlust vermieden werden. In der Regel ist der Fachbetrieb vor Ort schnell und kompetent. Sollte der Kunde hier Hilfestellung benötigen, helfen unsere Mitarbeiter in der Schadenabteilung gerne weiter. Sie verfügen über hohes Fachwissen und können gegebenenfalls auch einen Kontakt zu speziellen Fachfirmen der Solarbranche herstellen.

Wirkt sich eine Schadenhäufigkeit auf die Prämie aus?

Auch hier wirkt sich das natürlich wie in anderen Sparten negativ aus. Jedoch ist es viel wichtiger, die Ursachen der Schäden zu kennen. Nur dann kann gegebenenfalls mit zusätzlichen Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Einbau eines Überspannungsschutzes, vorgebeugt werden.

Herr Waldheim, vielen Dank für das Gespräch!

 

Bild: (1) © Andriy Dykun/ fotolia.com (2) © Oberösterreichische Versicherung

 

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