Risikoleben und die Sache mit Preis und Leistung

„Wenn Frauen wüssten, was Witwen wissen, wären alle Männer besser abgesichert!“ Dieser Vertriebsslogan gilt natürlich auch vice versa, doch wie soll eine sinnvolle Absicherung aussehen? Das Aktuelle Rating der Risikolebensversicherungen des IVFP kürt zum zweiten Mal in Folge die besten Tarife am Markt.

Für uns Deutsche hat die finanzielle Absicherung von Familie und Angehörigen unverändert große Bedeutung. Der Beweis sind rund 15 Millionen Risikolebensversicherungen, die im Todesfall der versicherten Person vorsehen, dass an Hinterbliebene ein festgelegter Geldbetrag ausgezahlt wird.

„Besonders Familien mit nur einem Hauptverdiener oder alle, für die der Tod des Hauptverdieners drastische, existentielle Folgen hat, sollten eine Risikolebensversicherung abschließen“, so Frank Nobis, IVFP-Geschäftsführer.

Zu beachten ist jedoch, dass sich die oft in der Werbung angepriesenen, günstigen Beiträge häufig auf einen Musterkunden beziehen. Die Realität sieht meist anders aus. Lassen sich Interessierte den Beitrag für besagtes Produkt anhand individueller Angaben berechnen, kann dieser schon mal in die Höhe schnellen.

Hier setzt das Rating des Instituts für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) an. Um die Qualitätsunterschiede am Markt besser darzustellen, wird neben dem Preis auch die Leistung der Tarife untersucht. „Die Tarifvielfalt von Risikolebensversicherungen hängt stark von den gewählten Tariffeatures ab; der optimale Tarif verlangt eine bedarfsgerechte Beratung“, so Nobis weiter. Ist beispielsweise eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit einschließbar oder steht eine garantierte, beitragsfreie Versicherungssumme zur Verfügung (falls ein Kunde nach einer bestimmten Vertragslaufzeit die Beiträge nicht mehr aufbringt), verändert sich natürlich der Leistungsanspruch und somit auch der Preis.

Was wurde untersucht?

In seiner Analyse untersucht das Institut Tarife in den Kategorien „Basis“ und „Premium“. „Basis“ sichert dabei möglichst nur das reine Todesfallrisiko ab, während „Premium“- Produkte sich durch optionale Tarifbestandteile auszeichnen – beispielsweise: sich bei schwerer Erkrankung einen Teil der Leistung bereits vor Versterben auszahlen zu lassen oder den Versicherungsschutz nachträglich ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängern zu können.

Alle Tarife wurden jeweils unter der Annahme „Angestellter oder Handwerker“ sowie „Raucher der Nichtraucher“ betrachtet. Die Berechnungen erfolgten für 30- und 40-Jährige, bei einer Versicherungssumme von 150.000 Euro. Als Resultat ergibt sich eine Gesamtnote, wie in allen anderen Ratings des Instituts auch, aus vier Teilbereichsnoten – Unternehmensqualität, Preis-Leistung, Flexibilität sowie Transparenz und Service.

Gewinner in der Kategorie Top-Tarife der Kategorie „Basis“ – Angestellter/Nichtraucher aus insgesamt 70 untersuchten Risikolebensversicherungen wurden die Dialog Lebensversicherung AG mit dem Tarif RISK vario und der Gesamtnote 1,3 und die HanseMerkur Lebensversicherung AG mit der Risikolebensversicherung Risiko Care, ebenfalls mit der Note 1,3.

In der Kategorie „Basis“ – Angestellter/Raucher aus insgesamt 70 untersuchten Risikolebensversicherungen lag die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. ganz vorne. Für den Tarif RiskAL – Risikolebensversicherung gab es die Note 1,3.

Alle Ergebnisse sehen Sie hier.

 

Bild: © motorradcbr / fotolia.com

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