experten Report https://www.experten.de Versicherungs- und Finanznachrichten Tue, 22 Aug 2017 11:06:38 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.1 101012108 Welche Faktoren binden Berufseinsteiger an ihren Arbeitgeber? https://www.experten.de/2017/08/22/welche-faktoren-binden-berufseinsteiger-an-ihren-arbeitgeber/ https://www.experten.de/2017/08/22/welche-faktoren-binden-berufseinsteiger-an-ihren-arbeitgeber/#respond Tue, 22 Aug 2017 11:06:01 +0000 https://www.experten.de/?p=94303 Viele Unternehmen fragen sich, wie sie ihre Mitarbeiter halten können – besonders in den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels. Stepstone ist dieser Frage nachgegangen.]]> Viele Unternehmen fragen sich, wie sie ihre Mitarbeiter halten können – besonders in den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels. Stepstone ist dieser Frage nachgegangen. Im aktuellen Fachkräfteatlas beleuchtet die Jobplattform, worauf es Berufseinsteigern ankommt.

Das Klischeebild, dass Millennials Freizeit wichtiger sei, als ein hohes Einkommen, wird zwar durch die Umfrage bestätigt. Dennoch bieten sich Chancen für Unternehmen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Denn bei positiver Unternehmenskultur, wie wertschätzendem und freundlichem Betriebsklima, Entwicklungsmöglichkeiten oder auch einer guten Work-Life-Balance gehen sicher nicht nur die Berufseinsteiger motiviert zur Arbeit.
Infografik: Was Berufseinsteigern wichtig ist | Statista

Gesunde Mitarbeiter, gesundes Unternehmen

Eine lohnende Investition in eine gesunde Zukunft

Was Millennials wirklich wollen

Home Office in Deutschland

Die Deutschen präferieren Sechs-Stunden-Arbeitstag

Bilder: (1) © Africa Studio / fotolia.com (2) © Statista

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Kinderlosigkeit in Deutschland nicht weiter gestiegen https://www.experten.de/2017/08/22/kinderlosigkeit-in-deutschland-nicht-weiter-gestiegen/ https://www.experten.de/2017/08/22/kinderlosigkeit-in-deutschland-nicht-weiter-gestiegen/#respond Tue, 22 Aug 2017 10:20:06 +0000 https://www.experten.de/?p=94300 Verbesserte Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie führten unter anderem dazu, dass die endgültige Kinderlosenquote in Deutschland in den letzten Jahren]]> Verbesserte Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie führten unter anderem dazu, dass die endgültige Kinderlosenquote in Deutschland in den letzten Jahren nicht weiter angestiegen ist – nachdem sie zuvor kontinuierlich zugenommen hat und sich von 11 Prozent bei Frauen des Jahrgangs 1937 bis auf 21 Prozent der im Jahre 1967 geborenen nahezu verdoppelt hatte.

Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Pressekonferenz „Kinderlosigkeit, Geburten und Familien“ Ende Juli in Berlin mitteilte, hat sich die Kinderlosigkeit bei den in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahrgängen nunmehr stabilisiert. Dr. Georg Thiel, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, wies dabei auf eine besondere Entwicklung hin:

„Der langjährige Trend zur höheren Kinderlosigkeit ist offenbar gestoppt. Bei den akademisch gebildeten Frauen ist die Kinderlosigkeit in den letzten Jahren sogar zurückgegangen.“

Die Stabilisierung der Kinderlosenquote ist aber nicht nur eine Folge der Zuwanderung. Auch bei den in Deutschland geborenen Frauen zeigt sie sich. Dazu hat vor allem der Ausbau der Kinderbetreuung beigetragen, wie die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern in den vergangenen acht Jahren ebenso bestätigt.

 

Bild: © PublicDomainPictures / pixabay.com

 

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Abschalten im Urlaub – schön wär`s https://www.experten.de/2017/08/22/abschalten-im-urlaub-schoen-waers/ https://www.experten.de/2017/08/22/abschalten-im-urlaub-schoen-waers/#respond Tue, 22 Aug 2017 08:53:53 +0000 https://www.experten.de/?p=94292 Sieben von zehn Berufstätigen (71 Prozent) sind auch im Sommerurlaub beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar. Das ergab eine Umfrage des]]> Sieben von zehn Berufstätigen (71 Prozent) sind auch im Sommerurlaub beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar. Das ergab eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Die Erreichbarkeit ist sogar leicht angestiegen, im Vorjahr lag der Wert noch bei 67 Prozent. 59 Prozent der Berufstätigen lesen Kurznachrichten wie iMessage und WhatsApp, ebenso viele (58 Prozent) sind telefonisch erreichbar. 38 Prozent lesen ihre geschäftlichen E-Mails.

Gerade jüngere Arbeitnehmer wollen in der Urlaubszeit komplett vom Job abschalten. 37 Prozent der Berufstätigen in der Altersgruppe zwischen 14 und 29 Jahren wollen dann nicht mehr für den Chef und die Kollegen erreichbar sein. In der Gruppe der Über-30-Jährigen ist es dagegen jeder Vierte.

Einerseits ermöglichen die Technisierung und digitalen Kommunikationsmöglichkeiten ein weitestgehend flexibles und selbstbestimmtes Arbeiten. Was im Arbeitsprozess vorteilhaft sein kann, nämlich zu jeder Zeit und an jedem Ort arbeiten zu können, stellt Führungskräfte und Mitarbeiter während der Urlaubszeit durchaus vor eine große Herausforderung.

Für eine Erreichbarkeit während des Urlaubs sollten individuelle Absprachen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern getroffen werden, die der jeweiligen Situation bestmöglich entsprechen. Im Mittelpunkt sollte dabei immer die Erholung der Mitarbeiter stehen, denn eine rechtliche Verpflichtung, im Urlaub ansprechbar zu sein, gibt es in der Regel nicht.

Kollegen kennen keine Grenzen

Erstaunlich ist, dass es vor allem den Kollegen untereinander schwer fällt, in der für alle kostbarsten Zeit des Jahres, Rücksicht an den Tag zu legen und sich nicht zu melden. Sechs von zehn der im Urlaub erreichbaren Berufstätigen (61 Prozent) erhielten im vergangenen Jahr einen Anruf oder eine Nachricht von einem Kollegen. Bei jedem Vierten war es der Chef. Kunden meldeten sich bei jedem achten Berufstätigen (13 Prozent). Jeder Vierte (24 Prozent) blieb trotz erklärter Erreichbarkeit ungestört.

 

Bilder: (1) © alphaspirit / fotolia.com (2) © BITKOM

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Content ist King: ist das so? https://www.experten.de/2017/08/22/content-ist-king-ist-das-so/ https://www.experten.de/2017/08/22/content-ist-king-ist-das-so/#respond Tue, 22 Aug 2017 08:09:55 +0000 https://www.experten.de/?p=94280 An „reiner“ Werbung sind Verbraucher schon lange nicht mehr wirklich interessiert. Vor allem dann nicht, wenn sie als langweilig oder störend empfunden wird.]]> An „reiner“ Werbung sind Verbraucher schon lange nicht mehr wirklich interessiert. Vor allem dann nicht, wenn sie als langweilig oder störend empfunden wird. Wegblättern, wegzappen, wegklicken oder wegblocken sind die Folgen. Unternehmen versuchen deshalb Produkte und Marken mittels Content Marketing an ihre Zielgruppen zu kommunizieren. Themen werden journalistisch aufgebaut und als gesponserte Artikel, Videos, Filme oder auch Tutorials angeboten. Im Vergleich zu klassischen Werbeformaten soll dem Endverbrauer damit eine zusätzliche Information oder auch Unterhaltung geboten werden.

Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut HEUTE UND MORGEN ist gemeinsam mit der Kommunikationsberatung „As im Ärmel“ und der neuen Trendstudie «Verführ mich gerne, aber gut – Akzeptanz und Wirkung von Content Marketing und Influencer Marketing» nachgegangen. Folgende Fragen standen dabei im Mittelpunkt:

  • Was Verbraucher selbst von dieser Art der Werbung halten?
  • Wird Content Marketing akzeptiert?
  • Wirkt es in die gewünschte Richtung?
  • Wird Content Marketing anderen Werbeformen vorgezogen?
  • Was ist bei der Umsetzung zu beachten?
  • Welche Chancen und Risiken ergeben sich für Auftraggeber und für die Medien als Werbeträger?

Über 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren wurden repräsentativ befragt. Vergleichend getestet wurden dabei auch fünf unterschiedliche Werbeformen: Content Marketing (inklusive Native Advertising), Influencer Marketing, Werbespots vor YouTube-Videos, Popup-Werbung im Internet und klassische Printanzeigen. Zur Vertiefung der Analyse des Werbeerlebens und der Werbewirkung wurden zudem ausführliche qualitative Einzelinterviews mit unterschiedlichen Verbrauchertypen durchgeführt.

Verbraucher beurteilen Content Marketing insgesamt positiv

Content Marketing bietet Unternehmen im Marketing-Mix eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Verbraucher anzuregen, zu involvieren oder zum Kauf zu animieren. Generell wird diese Werbeform gut angenommen. Die Akzeptanzwerte liegen verglichen mit anderen Werbeformen im oberen Bereich. Content Marketing erreicht auch weniger werbeaffine Personen. Geachtet werden sollte auf die richtige Passung der Werbeinhalte zum jeweiligen Kommunikationskanal und Werbeträger. Hier fehlt es teils noch an Stimmigkeit. Werbende Inhalte sollten aus Verbrauchersicht klar als solche erkennbar sein.

Im direkten Vergleich mit anderen Werbeformen wird Content Marketing von Verbrauchern überwiegend als gefällig, inspirierend, sympathisch, glaubwürdig, seriös und nützlich beurteilt – natürlich mit etwas Luft nach oben. Sehr deutliche Akzeptanzvorteile zeigen sich insbesondere gegenüber „aufgezwungenen“ Werbeformaten (Popups, Werbung vor Youtube-Videos etc.). Im Geschlechtervergleich zeigen sich Frauen generell empfänglicher als Männer. Bezogen auf das Alter werden die besten Akzeptanzwerte in der Gruppe der 18 bis 25-jährigen erzielt.

Content Marketing vollbringt kein Allheilmittel

Aber auch andere Werbeformen zeigen weiterhin ihre Stärken und verlieren im Marketing-Mix nicht an Berechtigung. Eine generelle Überlegenheit des Content Marketings gegenüber anderen Werbetypen belegen die Studienergebnisse nicht, insbesondere auch nicht gegenüber Printanzeigen. Wunder kann auch Content Marketing nicht vollbringen. Auch hier kommt es auf die konkrete Qualität und Attraktivität der werbenden Inhalte und Stories an. Verbraucher nehmen im Alltag doch deutliche Unterschiede der Werbetreibenden wahr.

Fallstrick vermeiden

Content Marketing ist jedoch nicht immer für den Verbraucher auf den ersten Blick als Werbung identifizierbar. Die Grenzen zwischen unabhängigen redaktionellen Inhalten, Themen-Sponsoring, zulässiger journalistischer Aufbereitung und Einbettung werblicher Inhalte und auch Schleichwerbung verschwimmen zusehends.

Umso seriöser ein Medium eingestuft wird, desto stärker nehmen Verbraucher dem Werbeträger die mangelnde Kennzeichnung werblicher und gesponserter Inhalte übel. Negative Folgen sind Verärgerung und Reaktanz bis hin zur grundsätzlichen Infragestellung der der Seriosität und Glaubwürdigkeit.

Verbraucher machen die Medien für „unseriös“ wahrgenommene Werbung verantwortlich, nicht die werbetreibenden Unternehmen. Obwohl diesen ein durchaus hoher Eigennutz statt Verbraucherorientierung unterstellt wird. Die Unternehmen, die Content Marketing bzw. Native Advertising ohne ausreichende Kennzeichnung nutzen, haben im Vergleich deutlich weniger zu verlieren, als die Werbeträger.

Chancen besser nutzen

Akzeptanz und Interesse zu erzielen, ist bereits ein großes Ziel. Echte Begeisterung bleibt eher die Ausnahme. Nichtbeachtung und Misstrauen sind weit verbreitet, was durchaus auch einer minderen oder unseriösen Werbequalität geschuldet ist, nicht der Werbung an sich. Auch Content Marketing muss sich dem stellen. Umso wichtiger ist es, klare Leitlinien und Best Practices zu beachten, Qualität, Mehrwerte und Interaktion zu steigern. Denn im Grundsatz mögen die Bundesbürger gut gemachte Werbung und nehmen Content Marketing als Werbeform insgesamt gut an.

Marko Petersohn von „As im Ärmel“ zu den Chancen von Content Marketing:

„Content Marketing bietet gerade in den Onlinemedien und sozialen Netzwerken ein Füllhorn neuer Chancen. Allerdings trifft man dort auch auf eine besonders aktive und kritische Öffentlichkeit.“

Die Herausforderung bleibt daher, das Leitmotto „Content is King“ in Marketing und Medien noch stärker zu etablieren und konkret einzulösen.

Tanja Höllger, Geschäftsführerin der HEUTE UND MORGEN GmbH, resümiert:

„Content Management unterstützt Markenpositionierung und Kundengewinnung. Den Medien bietet es zugleich gute und neue Einnahmequellen. Dabei muss allerdings der Spagat zwischen Verbraucherorientierung und berechtigten Eigeninteressen gelingen. Orientierung, Begeisterung und die Kunst der Verführung sind in der Werbung gefragt, nicht Langeweile, Verschleierung oder Irreführung.“

 

Bild: © Rawpixel.com / fotolia.com

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Bayerische senkt BU-Tarife https://www.experten.de/2017/08/22/bayerische-senkt-bu-tarife/ https://www.experten.de/2017/08/22/bayerische-senkt-bu-tarife/#respond Tue, 22 Aug 2017 07:00:27 +0000 https://www.experten.de/?p=94262 Die Bayerische senkt die Beiträge ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich und bietet durch die Neugruppierung bestimmten Berufsgruppen einen besonders günstigen BU-Schutz.

Obwohl die Digitalisierung]]> Die Bayerische senkt die Beiträge ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich und bietet durch die Neugruppierung bestimmten Berufsgruppen einen besonders günstigen BU-Schutz.

Obwohl die Digitalisierung hoch im Kurs steht, setzt der Versicherer verstärkt auf individuelle Betreuung der Kunden durch einen Betreuer und zwar von der Antragsstellung bis zum Abschluss.

Von der neuen Tarifgeneration profitieren beispielsweise Maschinenbau-Ingenieure, Physiotherapeuten, Elektriker, Zahnarzthelfer, Arzthelfer, Versicherungskaufleute, Metallbauer, Produktionsmechaniker und Zahnärzte.

Beispielberechnung

Musste ein 30-jähriger Zahnarzt für den Tarif BU Protect in der Variante Prestige für seine monatliche BU-Rente in Höhe von 1.000,00 Euro und dem Endalter von 67 Jahren früher 73,47 Euro mit Pflege-Zusatzversicherung und 67,96 Euro ohne Pflege-Zusatzversicherung einkalkulieren, senkt sich der Beitrag für 30-Jährige dieser Berufsgruppe jetzt auf 63,82 Euro mit Pflege-Zusatzversicherung und 58,36 Euro ohne Pflege-Zusatzversicherung.

Ein weiteres Beispiel

Der Beitrag eines 30-jährigen Maschinenbau-Ingenieurs verringert sich von 63,82 Euro mit Pflege-Zusatzversicherung auf 53,66 Euro (von 58,36 Euro ohne Pflegezusatzversicherung auf 48,23 Euro).

Die Beitragssenkung wurde durch Änderungen der Berufsklassen realisiert, nachdem eine Überprüfung der Risikoeinschätzung der Berufsgruppen eine Verbesserung des Risikoverlaufs ergab. Die Folge war eine bessere Einstufung der Berufsgruppen.

Im aktuellen Morgen & Morgen Rating erhält der Berufsunfähigkeits-Tarif BU Protect Prestige der Bayerischen die Höchstwertung „ausgezeichnet“ mit 5 Sternen. Zudem ergeben die Analysen von Franke und Bornberg sowie Softfair die Bewertung „hervorragend“. Das Assekurata-Expertenteam vergibt beim aktuellen Unternehmensrating ein A+ (sehr gut) an die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG und hebt dabei die BU hervor:

„Zugleich finden potenzielle Kunden ein umfangreiches Angebot zur Arbeitskraft bzw. Einkommenssicherung vor. Zentraler Baustein ist die Berufsunfähigkeitsversicherung „Diagnose X – BU PROTECT“. Speziell die Hochleistungsvariante Prestige weist dabei ein umfassendes Leistungsangebot auf.“

Bestandsaktion bis 31.10.2017

Allen Bestandskunden bis 45 Jahren, die in den vergangenen fünf Jahren eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung in den Varianten Smart, Komfort oder Komfort plus abgeschlossen haben, bietet die Bayerische die Möglichkeit ihren BU-Schutz ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2017.

Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen und Philip Wenzel, Makler und Versicherungsexperte der Bayerischen, haben mit Dr. Rainer Demski, Geschäftsführer von NewFinance, über die Qualitätskriterien in der Einkommensabsicherung gesprochen:

 

 

Bild: © Joachim Wendler / fotolia.com

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Keine Baugenehmigung für Unterstellbox eines Elektroautos https://www.experten.de/2017/08/22/keine-baugenehmigung-fuer-unterstellbox-eines-elektroautos/ https://www.experten.de/2017/08/22/keine-baugenehmigung-fuer-unterstellbox-eines-elektroautos/#respond Tue, 22 Aug 2017 06:57:39 +0000 https://www.experten.de/?p=94274 Das Aufstellen einer mit einem Stromanschluss versehenen Unterstellmöglichkeit für ein Elektroauto stellt eine bauliche Veränderung im Sinne von § 22 Abs. 1 des Wohneigentumsesetzes (WEG) dar. Der]]> Das Aufstellen einer mit einem Stromanschluss versehenen Unterstellmöglichkeit für ein Elektroauto stellt eine bauliche Veränderung im Sinne von § 22 Abs. 1 des Wohneigentumsesetzes (WEG) dar. Der Antrag auf Zustimmung zur baulichen Veränderung darf nur stattgegeben werden, wenn er konkrete Angaben zur baulichen Maßnahme enthält, entschied das Landgericht Bremen.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Eigentümer einer Wohnung beantragten auf der Eigentümerversammlung im Mai 2014 die Genehmigung für das Aufstellen einer Box mit Stromanschluss vor dem Hauseingang, um ein Elektroauto aufladen zu können.

Der Grund dafür war schnell erklärt und naheliegend: einer der Eigentümer war schwerbehindert und somit auf Gehhilfen angewiesen. Mit dem Elektroauto sollte seine Mobilität gefördert werden. Der Antrag wurde abgelehnt und die Wohnungseigentümer klagten – ohne Erfolg. Das Amtsgericht Bremen wies die Klage ab und die Kläger gingen in Berufung. Das Landgericht Bremen bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz, dass die Ablehnung des Antrags rechtens gewesen sei und wies die Berufung ab.

Die Aufstellung ist eine bauliche Veränderung

Das Landgericht verwies zunächst darauf, dass die Maßnahme eine bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum im Sinne des § 22 Abs. 1 WEG ist. Durch einen festen Platz für eine Unterstellmöglichkeit des Elektroautos mit eigenem Stromanschluss wird das Erscheinungsbild des Eingangsbereichs und auch ein beachtlicher Teil der Freifläche vor dem Eingang dauerhaft umgestaltet und belegt. Diese Maßnahme schließt somit auch eine anderweitige Nutzung dauerhaft aus.

Stattgabe des Antrags setzt konkrete Angaben voraus

Zudem hätte eine Genehmigung mit einer mangelnden Bestimmtheit des Antrags nicht einer ordnungsgemäßen Verwaltung entsprochen. Ein Beschluss über eine bauliche Veränderung bedingt jeweils eine inhaltliche Bestimmung. Die bauliche Veränderung ist außerdem ausreichend zu beschreiben, damit eine durchführbare Regelung zu erkennen ist.

Auch Grundfragen für die Art und Weise der Durchführung müssen geregelt sein und somit ist eine konkrete Beschreibung der baulichen Maßnahmen erforderlich. Dazu zählen Angaben zum Aufstellungsort, Beschaffenheit der Box, wie zum Beispiel Modell, Material, Größe und auch Farbe. Ebenso anzugeben sind Daten zum Verlauf der Stromtrasse, der sogenannten Kostentragungspflicht für die Errichtung und der Folgekosten (Unterhaltungskosten, Instandhaltungskosten, Versicherungskosten, Stromkosten, Kostentragungspflicht bei Rückbau) sowie einer konkreten Kautionsleistung (Art und Höhe).

All diese Daten hätten hier gefehlt und darüber hinaus wohl auch ein entsprechender Umgang in der Hausgemeinschaft. Es stellt sich doch die berechtigte Frage, warum die Vorgehensweise nicht in einem guten nachbarschaftlichen Miteinander geklärt werden konnte, bevor damit Gerichte behelligt werden. Die Fakten dafür wären durch städtebauliche Verordnungen sicherlich einsehbar gewesen.

Landgericht Bremen, Urteil vom 07.10.2016 – 4 S 250/15 –

 

Bild: © schulzfoto / fotolia.com

 

 

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Überbrückungsleistung bleibt zum Rentenbeginn beitragsfrei https://www.experten.de/2017/08/22/ueberbrueckungsleistung-bleibt-zum-rentenbeginn-beitragsfrei/ https://www.experten.de/2017/08/22/ueberbrueckungsleistung-bleibt-zum-rentenbeginn-beitragsfrei/#respond Tue, 22 Aug 2017 06:45:12 +0000 https://www.experten.de/?p=94256 Aus dem „betrieblichen Ruhegeld“ aus der Direktzusage eines früheren Arbeitgebers werden keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet, wenn es sich bei der Zahlung]]> Aus dem „betrieblichen Ruhegeld“ aus der Direktzusage eines früheren Arbeitgebers werden keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet, wenn es sich bei der Zahlung um eine Überbrückungsfunktion handelt.

Mit Rentenbeginn oder spätestens mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze gelten diese Leistungen als Versorgungsbezüge. Dann besteht eine Beitragspflicht. So entschied das Bundessozialgericht im vorliegenden Fall. Ein Arbeitnehmer hatte Klage eingereicht, weil ihm bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Erreichen des 55. Lebensjahres die Betriebsrente von 1327,55 DM monatlich zugesagt wurde.

Die regelmäßige Rentenzahlung erfolgte dann ab Dezember 1998. Der Kläger hatte zudem etwas später eine andere versicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Seit Eintritt in die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung hatte der Beklagte seine Krankenversicherungsbeiträge auch auf seine Betriebsrente bezahlt. Die gesetzliche Krankenversicherung machte jedoch eine Nachzahlung der Beiträge ab der Zeit vor dem Rentenbeginn bei ihm geltend. Widerspruch, Klage und Berufung des Klägers blieben ohne Erfolg.

Keine Krankenversicherungsbeiträge bei unbefristeten Leistungen

Das Bundessozialgericht hat der Revision stattgegeben. Es entschied, dass die Zahlung einer Betriebsrente aus der Direktzusage bis zum Beginn der Altersrente kein Versorgungsbezug ist, der eine Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung GKV nach sich zieht.

Demnach wurde die Rechtsprechung des Gerichts aus 2015 fortgeführt. Leistungen eines Arbeitgebers an einen Arbeitnehmer, die nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis zur Überbrückung der Zeit bis zum Renteneintritt gezahlt werden, stellen keine beitragspflichtigen Versorgungbezüge dar. Dies gilt dann, wenn der Leistungsbeginn auf ein Lebensalter abgestellt wird, das nicht als Beginn des Ruhestands gelten kann und die Leistungen bis zum Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand befristet sind.

Nun urteilte das Gericht, dass auch auf unbefristete Leistungen keine Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen sind, solange der Zweck der Überbrückung bei der Leistung im Vordergrund steht. Das Bundessozialgericht vertritt die Meinung, dies könne nur bis zum Renteneintritt, längstens bis zur Erreichung der Regelaltersgrenze der Fall sein.

Handlungsfreiheit durch Versicherungs- und Beitragspflicht der GKV

Die Versicherungs- und Beitragspflicht in der GKV greife in durch die grundgesetzlich geschützte allgemeine Handlungsfreiheit ein (Artikel 2 Absatz 1 Grundgesetz). Der Eingriff solle unter dem Aspekt einer das Grundrecht schonenden Auslegung entsprechend möglichst gering gehalten werden. Unbefristete, über den Renteneintritt hinaus gezahlte Arbeitgeberleistungen sollen solange keine Versorgungsbezüge und daher beitragsfrei sein, wie sie vorrangig einem Überbrückungs- und keinem Versorgungszweck dienten.

Hinzu kommt die Tatsache, dass mit dem Beginn des tatsächlichen Rentenbezugs sowie der gesetzlich festgelegten Regelaltersgrenze klar und einfach anzuwendende Merkmale vorliegen, an die gesetzliche Krankenkassen anknüpfen und das Ende der Beitragsfreiheit bestätigen können.

 

Bild: © Sergey Nivens / fotolia.com

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Migrationshintergrund in Deutschland https://www.experten.de/2017/08/22/migrationshintergrund-in-deutschland/ https://www.experten.de/2017/08/22/migrationshintergrund-in-deutschland/#respond Tue, 22 Aug 2017 05:45:58 +0000 https://www.experten.de/?p=94019 Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist hierzulande um 8,5 Prozent gestiegen. Das ist der stärkste Zuwachs seit Beginn der Messung im Jahre]]> Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist hierzulande um 8,5 Prozent gestiegen. Das ist der stärkste Zuwachs seit Beginn der Messung im Jahre 2005.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) belegen, dass in Deutschland im Jahr 2016 knapp 64 Mio. Menschen ohne und rund 18,5 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund leben. Europa ist dabei aber nach wie vor die wichtigste Herkunftsregion. Allerdings ist die Bedeutung anderer Erdteile in den vergangenen fünf Jahren gestiegen.

Zum Jahresende 2016 im Ausländerzentralregister (AZR) gut 10,0 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst. Und dies ist wiederum die höchste jemals in Deutschland registrierte Zahl seit der Errichtung des AZR im Jahr 1967. Seit 2014, das heißt in den Jahren 2015 und 2016, hat die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer um 1,886 Millionen zugenommen (+ 23,1 Prozent).

Infografik: Mehr Menschen mit Migrationshintergrund | Statista

 

Bilder: (1) © vulcanus / fotolia.com  (2) © statista

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Von einsamen Wölfen, die nicht gut Fußball spielen https://www.experten.de/2017/08/22/von-einsamen-woelfen-die-nicht-gut-fussball-spielen/ https://www.experten.de/2017/08/22/von-einsamen-woelfen-die-nicht-gut-fussball-spielen/#respond Tue, 22 Aug 2017 05:00:55 +0000 https://www.experten.de/?p=93993 Cäsar schlug die Gallier. Maradona führte die Argentinier 1986 mit seiner Hand Gottes zum Sieg. Und Wendelin Wiedeking rettete Porsche. Ist dem tatsächlich]]> Cäsar schlug die Gallier. Maradona führte die Argentinier 1986 mit seiner Hand Gottes zum Sieg. Und Wendelin Wiedeking rettete Porsche. Ist dem tatsächlich so? Oder müsste die Liste nicht eher mit „Cäsar und seine Legionen“ beginnen…?

Genau hier liegt eines der größten Probleme unabhängiger Makler begraben: Und zwar das Problem-Gen des einsamen Wolfes, das in die Wettbewerbsgesellschaft von heute so gar nicht passen will. Unter anderem zeichnet sie sich nämlich dadurch aus, dass Gewinner meist im Team agieren. Sieger wird sein, wer die Fähigkeit besitzt, das Wissen, die Erfahrung und die Kreativität seiner gesamten Mitarbeiterschaft und / oder Kooperationspartner konsequent und zielgerichtet zu nutzen.  Was dies für den Vermittler und kleine Maklerbüros bedeutet, zeigt ein Blick hinter die Kulissen strategischer Ausrichtung.

Über einen gordischen Knoten und „heroic leadership“

Nichts ist sicher. Wenn etwas im 21. Jahrhundert überhaupt noch als sicher betrachtet werden kann, dann diese Aussage. Korrelation und Kausalität. Wirkung und Nebenwirkungen. Der gordische Knoten hat sich durch Globalisierung und den Informationsfluss verdichtet und verheddert. Heute braucht es mehr als Alexander den Großen, um den Knoten zu durchschlagen.

Mit einem Satz: Die Lage ist zu komplex geworden, als dass es ein einziges Individuum allein schaffen könnte, aktuelle Systeme und Strukturen zu durchschauen. Das Zeitalter des „heroic leadership“, der Ich-Zentriertheit im Berufsalltag, neigt sich dem Ende entgegen. Nun ist es an den Unternehmen und Unternehmern, diesen Wandel verstehen zu lernen, Konsequenzen zu ziehen und sich neu auszurichten.

Von Tennisprofis, die schlecht Fußball spielen

Mit traditionellen Denkmustern zu brechen, wird eine der größten Herausforderungen für moderne Maklerbetriebe sein. Sei es der Abschied von der Bauchladenmentalität, der Wille zu mehr Teilungsgeschäft und Kooperation oder die digitale Transformation: Ein Umdenken ist erforderlich.

Anstatt innezuhalten, durchzuatmen und modern in die Zukunft zu starten, wird nach wie vor ein Tennistraining absolviert – mit dem Ergebnis, dass viele Makler im Fußballspielen nicht besser geworden sind. Wo liegt der Fehler? Es mangelt weder an geeigneten Managementinstrumenten noch an Kreativität – das Kernproblem ist die tradierte Wahrnehmung: Gerade in kleinen Maklerbetrieben wird nach wie vor der einsame Wolf in der strategischen Ausrichtung und im Geschäftsmodell fokussiert. Im Zentrum von Unternehmensprozessen steht allerdings die Gruppe – und kein Individuum mehr.

Das Maklerbüro als ein sich selbst organisierender Organismus

Heute bedeutet wirtschaftlicher Erfolg eine Bündelung des Wissens und der Kompetenzen einzelner Mitarbeiter oder Kooperationspartner. Wer heute als Makler sagt: „Ich arbeite immer mehr, aber es kommt immer weniger rum!“, der hat es bislang nicht geschafft, Kooperationsroutinen zu installieren.

Viele Selbstständige tun sich schwer, die durch Bürokratie und Regulierung entstandenen Anforderungen zu bewältigen. Sie vergessen dabei allerdings, dass sich durch Globalisierung und Technisierung die Gesellschaft, das heißt, auch der Kundenstamm, und die Mittel verändert haben. Heute bestreitet eigentlich kaum einer mehr, dass durch die erhöhte Komplexität und die Beschleunigung die Notwendigkeit entstanden ist, Methoden von gestern der Arbeitswelt von heute anzupassen. Der einsame Wolf braucht also ein Rudel – oder wenigstens geeignete Instrumente –, um der Informationsflut Herr zu werden. Die bloße Reproduktion von Vorhandenem ist nicht wettbewerbsfähig.

Und trotzdem stehen viele Makler nach wie vor allein auf weiter Flur und verstehen nicht, warum sie das Pensum nicht mehr bewältigen können. Warum der Spaß am Verkaufen und am „Dasein“ für den Kunden sukzessive vergangen ist. Ein Maklerbüro ist keine Maschine und erst recht keine One-Man-Show. Vielmehr ist es ein lebendiger, sich selbst organisierender Organismus – und sein funktionaler Kern das Zusammenspiel der einzelnen Akteure, das heißt die Kommunikation zwischen Makler und Kunde.

Einen Sündenbock suchen ist keine Ursachenbekämpfung

Studien von Unternehmensberatungen machen immer wieder darauf aufmerksam, dass die Zeit zur Reflektion, zur Analyse und zur strategischen (Neu-)Ausrichtung ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist. Beobachtungen des überregionalen und regionalen Marktes, Branchenanalysen, Betrachtungen zu Auswirkungen neuer gesetzlicher Regelungen und das Erkennen von neuen Chancen und Möglichkeiten sind wesentliche Faktoren um eine Erfolgsstrategie für die kommenden drei bis fünf Jahre zu entwickeln.

Dazu gehört aber auch, sich mit Misserfolgen und sinkenden Umsätzen zu befassen und die Ursachen zu bekämpfen. Es gilt zu Handeln und Zeit in die Veränderung des eigenen Geschäftsmodells zu investieren. Am Anfang steht also die Frage: Warum funktioniert es nicht mehr? Und einfach nur einen Sündenbock suchen, ist keine Ursachenbekämpfung.

Sprichwörtlich geworden ist die Weisheit: „Die größten Fehler werden in guten Zeiten gemacht“. Vielleicht haben viele freie Vermittler schon vor Jahren verlernt, den Kunden und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen – und tatsächlich hinzuhören.

Die experten Report Redaktion hat mit Unternehmensberater Dr. Peter Schmidt von Consulting & Coaching über die One-Man-Show in Maklerbüros, notwendige Änderungen und Cross-Selling-Potenzial gesprochen.

Herr Dr. Schmidt, Sie haben unabhängigen Maklern bereits vor einigen Jahren prophezeit, dass sie mit einer One-Man-Show im Vertrieb sprichwörtlich den Karren gegen die Wand fahren. Was hat sich verändert – und wie stehen Sie heute dazu?

Dr. Peter Schmidt, Inhaber Consulting & Coaching

Dr. Peter Schmidt, Inhaber Consulting & Coaching

Auch wenn es viele einsame Wölfe nicht gerne lesen, muss es ausgesprochen werden: Die Zukunft für Ein-Mann- oder Eine-Frau-Unternehmen sieht nicht gerade rosig aus. Die Abhängigkeit von einzelnen Produkten positiv durch ein größeres Angebot an Vorsorgeprodukten aufzulösen, setzt ganz einfach Grenzen. Die kann man nur durch Mitarbeiteranbau oder in neuen Formen der Zusammenarbeit mit Vermittlerkollegen bewältigen.

Wer aber mit neuen Mitarbeitern, mit neuen Partnern oder Kooperationen arbeiten will, kommt um eine Änderung des Geschäftskonzeptes und der rechtlichen Grundlagen in der Firmenstruktur nicht herum.

Das heißt, einige Geschäftskonzepte halten der Gegenwart nicht mehr stand?

Viele unabhängige Makler leisten gern und guten Service für ihre Kunden. Soweit so gut. Aber die Frage, was kostet und was bringt mir dieser Service wird häufig ausgeblendet. Nehmen wir uns ein Beispiel: Die Änderung von Kundendaten kann als Bestandteil der Kundenbindung durchaus telefonisch zwischen Kunde und Vermittler definiert und durchgeführt werden. Wenn dies aber für alle Kunden im gleichen Maße so erfolgt, ist mit enormen Zeitverlusten für die produktive Arbeit des Vermittlers zu rechnen.

Eine Alternative könnte es sein, die Entscheidung dem Kunden zu überlassen. Mit einem entsprechenden Dienstleistungsvertrag, und einer damit verbundenen Vergütung für das gewählte Servicelevel, können sich A-Kunden direkt mit dem Vermittler in Verbindung setzen. Die übrigen wenden sich über die Homepage des Maklers per Mail an das Büro mit dem Anliegen der Korrektur der Kundendaten. Dies kann dann auch als „Pflicht“ des Kunden im Maklervertrag definiert werden.

Insofern führt kein Weg an der Digitalisierung der Prozesse vorbei?

Entscheidend für die Effizienz ist selbstverständlich die digitale Betriebsführung aller wesentlichen Prozesse im Vermittlerbüro. Dreh- und Angelpunkt ist dabei ein eigenes modernes Maklerverwaltungsprogramm, das seine volle Wirksamkeit erreicht, wenn ein entsprechender Datenaustausch auch mit den Produktanbietern oder Maklerpools möglich ist.

„Online“ ist das Zauberwort: Anträge, Risikoanfragen, Schadenregulierungen, und Datenaustausch. Kundenbindungsprogramme zur Erlangung bestimmter Vorteile, die Bereitstellung von Apps zur mobilen Nutzung oder auch die Arbeit mit Empfehlungen durch Bewertungen fördern Cross-Selling und bergen immenses Potenzial. Gerade mit den Vorteilen von Online-Beratungen oder auch Online-Abschlüssen gilt es sich bei einer Überarbeitung der eigenen Geschäftskonzeption zu beschäftigen. Es ist eine Win-Win-Situation für Kunde und Maklerbüro.

Werfen wir einen Blick auf den Online-Handel: Hier sind digitales und vor allem zielgruppenspezifisches Marketing seit langer Zeit an der Tagesordnung. Warum fallen dem Makler Newsletter, Mailings und sogar die Aktualisierung sowie ansprechende Aufbereitung der eigenen Homepage so schwer? Woher kommt die Skepsis vor der Digitalisierung?

Die Antworten auf Ihre Frage müssen spezifisch sein. Jeder Makler, jede Maklerin ist anders und die Spannbreite von Totalverweigerung bis zum IT-Nerd ist enorm. So haben wir durchaus viele Vermittler, die sich den neuen Informations-, Kommunikations-  und Kaufmöglichkeiten zugewandt haben.  Diese sind aktiv bei Facebook & Co., schreiben regelmäßig Blogs oder haben in die Homepage Möglichkeiten der Videoinformation, Chats oder auch Onlineportale eingebaut.

Und auf der anderen Seite haben wir die Old-Fashion-Fraktion, die – weil das Geschäft ja irgendwie immer noch läuft – sich den neuen Entwicklungen verweigert und versucht, irgendwie über die Runden zu kommen. In solchen Fällen mischen sich dann tatsächlich Skepsis mit gefühlter oder tatsächlicher Zeitnot. Erst kürzlich konnte ich so einen Makler kennenlernen, der seine Firma bis zum Verkauf nur noch „auslaufen“ lassen und die notwendigen unternehmerischen Entscheidungen seinem Nachfolger, dem Käufer seiner Firma überlassen will.

Besonders den einsamen Wölfen ist zu empfehlen, in eine Beratung durch einen Experten seiner Wahl zu investieren, der die passende Strategie mit dem Makler ausarbeitet und auch die ersten Schritte der Umsetzung begleitet. Coaching eben, in dessen Ergebnis der Umsatz, Ertrag und Produktivität steigen, der Makler sich auf die Beratung konzentrieren kann sowie die Lebensqualität durch mehr Zeit für Privates steigt.

Sie sind auch dieses Jahr bei der John-Vermittlerfortbildung® mit am Start. Was können und möchten Sie uns vorab über die Veranstaltung verraten?

In den zwei vergangenen Jahren habe ich den Schwerpunkt meiner Impulse auf das unternehmerische Handeln von Maklern gelegt. In diesem Jahr, auch unter den Eindrücken neuer Untersuchungsergebnisse zum Maklermarkt werde ich das Thema Unternehmensnachfolge für Verkäufer und Käufer mit 5 Schwerpunkten darstellen. Ich möchte das Verständnis fördern, dass Digitalisierung, Kundenklassifizierung und richtige unternehmerische Entscheidungen nicht erst 4 Wochen vor einem Verkauf begonnen werden müssen.

Kurz: Ich gebe Impulse, wie Wertsteigerung ein Bestandteil der täglichen Arbeit eines Maklers sein muss, die im Sicherheit gibt und die Unabhängigkeit sichert. Daran muss man täglich arbeiten – es ist wie … Zähneputzen.

Herr Dr. Schmidt, vielen Dank für das Gespräch.

 

Bilder: (1) © Yuri_B / pixabay.com (2) © Consulting & Coaching

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Check24 zur Nachbesserung verurteilt https://www.experten.de/2017/08/21/check24-zur-nachbesserung-verurteilt/ https://www.experten.de/2017/08/21/check24-zur-nachbesserung-verurteilt/#respond Mon, 21 Aug 2017 07:24:25 +0000 https://www.experten.de/?p=94240 Seit Herbst 2015 beschäftigen sich die Gerichte mit der Klage des BVK gegen Check24. Der Vorwurf des BVK ist, dass Verbraucher unter dem]]> Seit Herbst 2015 beschäftigen sich die Gerichte mit der Klage des BVK gegen Check24. Der Vorwurf des BVK ist, dass Verbraucher unter dem Deckmantel eines Preisvergleichsportals auf das Internetportal angelockt würden, um dort dann auch Versicherungsverträge abzuschließen. Bei Online-Abschlüssen in dieser Form fehle jedoch die gesetzlich vorgeschriebene Information und es findet auch die gesetzlich vorgeschriebene Beratung nicht statt.

Gegen das Urteil des Landgerichts München vom 13. Juli 2016 legten sowohl der BVK als Kläger als auch Check24 als Beklagte Berufung ein. Das Oberlandesgericht München hat in seiner jetzt vorliegenden Urteilsbegründung (Az: 29 U 3139/16) klargestellt, dass Check24 seine Website-Besucher umfassender und transparenter als bisher informieren und beraten muss.

Laut dem Urteil liegt eine Pflichtverletzung vor, wenn Check24 den Besuchern der Plattform wichtige Fragen in Verbindung mit dem Abschluss nicht stellt. Ferner muss Check24 bei standardisierten Buchungsprozessen alle Besucher der Website regelmäßig in Bezug auf relevante Aspekte für den Versicherungsschutz beraten und den Website-Besucher hierzu auch befragen.

Bezüglich der Transparenz von Mitteilungspflichten fordert das Gericht von Check24 ebenfalls Änderungen ein. Schon beim Erstkontakt muss der Besucher der Website erkennen können, dass Check24 nicht nur als Vergleichsportal agiert, sondern auch als Versicherungsmakler Provisionen erhält. Diese Information muss Check24 den Besuchern in Textform, entweder per Briefpost, E-Mail oder mit einem obligatorischen Download aktiv übermitteln.

Das am 06. April 2017 gesprochene Urteil und die Urteilsbegründung führt sicherlich dazu, dass Online-Anbieter ihre praktizierten Informations-und Abschlussprozesse grundlegend überprüfen und gegebenenfalls korrigieren werden. Eine Revision hat das Gericht nicht zugelassen.

Nachdem Kunden bereits beim Erstkontakt auch die Erstinformation in einem dauerhaften Format/Datenträger, beispielsweise per PDF, zur Verfügung gestellt werden muss, werden alle Vertriebskanäle, Makler eingeschlossen, den eigenen Prozess dafür überprüfen zu müssen.

 

Bild: © olly / fotolia.com

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