experten Report https://www.experten.de Versicherungs- und Finanznachrichten Fri, 23 Jun 2017 14:22:59 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.6.6 101012108 Datenklau – was kostet das? https://www.experten.de/2017/06/23/datenklau-was-kostet-das/ https://www.experten.de/2017/06/23/datenklau-was-kostet-das/#respond Fri, 23 Jun 2017 14:22:59 +0000 https://www.experten.de/?p=92113 Im Schnitt kosten Datenpannen Unternehmen 3,62 Millionen US-Dollar. Das geht aus der aktuellen Ausgabe der Cost of Data Breach Study hervor, für die]]> Im Schnitt kosten Datenpannen Unternehmen 3,62 Millionen US-Dollar. Das geht aus der aktuellen Ausgabe der Cost of Data Breach Study hervor, für die insgesamt 419 Unternehmen aus elf Ländern und zwei Regionen (Naher Osten, ASEAN) befragt wurden.

Für Deutschland kommt die Untersuchung auf eine durchschnittliche Schadenssumme von 3,7 Millionen US-Dollar (3,4 Millionen Euro) bei Verlust oder Diebstahl von Daten. Doppelt so viel sind es in den USA (7,4 Millionen US-Dollar). Datenpannen müssen aber nicht zwingend auf Cyberkriminelle zurückgehen. In 25 Prozent der untersuchten Fälle war menschliches Versagen die Ursache.

Infografik: Der Preis der verlorenen Daten | Statista

 

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Dr. Andrea van Aubel verlässt AXA https://www.experten.de/2017/06/23/dr-andrea-van-aubel-verlaesst-axa/ https://www.experten.de/2017/06/23/dr-andrea-van-aubel-verlaesst-axa/#respond Fri, 23 Jun 2017 10:34:03 +0000 https://www.experten.de/?p=92084 Dr. Andrea van Aubel, Vorstand für Informationstechnologie und Digitalisierung bei AXA, wird das Unternehmen zur Mitte des Jahres in gegenseitigem Einvernehmen verlassen.

Ihr]]> Dr. Andrea van Aubel, Vorstand für Informationstechnologie und Digitalisierung bei AXA, wird das Unternehmen zur Mitte des Jahres in gegenseitigem Einvernehmen verlassen.

Ihr Nachfolger wird Dr. Thilo Schumacher (41). Er wird das IT-Ressort kommissarisch leiten, zusätzlich zu seinen Aufgaben als für die Krankenversicherung verantwortlicher Vorstand der AXA Konzern AG.

Die 52-Jährige kam 2012 als IT-Vorstand zur AXA. In den nachfolgenden Jahren hat sie maßgeblich zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen. Dazu gehörten unter anderem die Einführung der Life Factory, das neue IT-System zur Bestandsführung in der Lebensversicherung, und der AXA Roadmap, der Strategie zur IT-Transformation und Modernisierung der Anwendungslandschaft.

 

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Weiteres Urteil im Sinne geschädigter Fonds-Anleger https://www.experten.de/2017/06/23/weiteres-urteil-im-sinne-geschaedigter-fonds-anleger/ https://www.experten.de/2017/06/23/weiteres-urteil-im-sinne-geschaedigter-fonds-anleger/#respond Fri, 23 Jun 2017 09:01:03 +0000 https://www.experten.de/?p=92071 Das Landgericht Nürnberg hat den freien Finanzvertrieb zum Schadensersatz und zur Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligung am HCI Shipping Select XVII verurteilt.

Das Urteil wurde]]> Das Landgericht Nürnberg hat den freien Finanzvertrieb zum Schadensersatz und zur Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligung am HCI Shipping Select XVII verurteilt.

Das Urteil wurde am 15. Mai 2017 von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstritten.

Finanzvertrieb erhielt unstreitig 39 Prozent an Provisionen

Es konnte auch herausgearbeitet werden, dass die Beratung des freien Vertriebs hinsichtlich der aus der Anlagesumme der Klägerin gezahlten Provisionen von bis zu 39 Prozent nicht ordnungsgemäß war, da der Berater und Geschäftsführer des freien Finanzvertriebs die Klägerin nicht darüber aufgeklärt hat, dass nicht die gesamte Anlagesumme, sondern nur ca. 61 Prozent in die Schiffe des vorliegenden geschlossenen Schiffsfonds „HCI Shipping Select XVII“ werthaltig investiert werden. Der Rest von knapp 39 Prozent des Anlagekapitals geht wertmindernd an den Vertrieb. Werden jedoch mehr als 15 Prozent des Anlegerkapitals nicht werthaltig investiert, so fordert der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung eine ungefragte Aufklärungspflicht von freien Vertrieben hierüber.

Fazit Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann

Das Urteil stärkt ein weiteres Mal die Stellung wirtschaftlich geschädigter Fonds-Anleger, die ihre Beteiligung über einen freien Anlagevertrieb erworben haben. Die Entscheidung des Landgerichts Nürnberg reiht sich in eine Vielzahl von Urteilen im Zusammenhang mit geschlossenen Fonds-Beteiligungen ein, die die Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann bis hin zum Bundesgerichtshof für ihre Mandanten erstritten hat.

 

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blau direkt vervierfacht Preise https://www.experten.de/2017/06/23/blau-direkt-vervierfacht-preise/ https://www.experten.de/2017/06/23/blau-direkt-vervierfacht-preise/#comments Fri, 23 Jun 2017 08:42:55 +0000 https://www.experten.de/?p=92066 blau direkt geht auch weiterhin ungewöhnliche Wege. Mit einer deutlichen Preiserhöhung begrenzt der Pool seinen Zulauf. Die Lübecker selbst sehen sich in der]]> blau direkt geht auch weiterhin ungewöhnliche Wege. Mit einer deutlichen Preiserhöhung begrenzt der Pool seinen Zulauf. Die Lübecker selbst sehen sich in der Vorbereitung auf eine Zeitenwende.

Während die große Mehrheit der Pools sich aus Provisionsdifferenzen finanziert, gehen die Lübecker seit je her einen eigenen Weg und berechnen ihren Partner einen monatlichen Beitrag. Im Gegenzug erhalten die Partner Vergleichsrechner, Verwaltungsprogramm und sogar Kunden-Apps gratis. Außerdem übernimmt der Pool nahezu die gesamte Büro-Arbeit des Maklers. Doch lässt der Pools sich diese Dienstleistung stolz bezahlen. Bis zu 600,- Euro monatlich müssen die Partner überweisen. Was bislang das teuerste Dienstleistungspaket war, soll nun zum Standard werden.

Ab 01.08.2017 streicht der Pool sein bisheriges Einsteigerpaket. Bislang kostete das billigste Paket nur rund 99,- Euro monatlich. Im ersten Jahr gab es sogar noch einen Einsteigerrabatt von rund 50 Prozent, so dass neue Partner für rund 49,- Euro einsteigen konnten. Damit soll nun Schluss sein. Das Einsteigerpaket wird aus dem Programm genommen und den Erstjahresrabatt gibt es nur noch für das Premium-Paket: die X-Partnerschaft des Pools. Statt für 49,- Euro wird der Einstieg damit künftig mindestens 199,- Euro im Monat kosten und damit viermal so viel wie bisher.

Bestehende Partner des Pools können hingegen aufatmen. Für sie ändere sich nichts.

Oliver Pradetto, Geschäftsführer bei blau direkt, versichert:

„Die bereits vereinbarten Preise bleiben stabil. Wir planen keine Preiserhöhungen für unsere bereits angebundenen Partner.“

Ohnehin seien die aktuellen Preiserhöhungen nicht finanziell motiviert.

„Wir haben die mit Abstand höchste Umsatzrendite des Marktes und gerade erst den höchsten Gewinn der Firmengeschichte erzielt. Wir nutzen die Beitragserhöhungen als Regulativ.“

Man wolle stärker als bisher steuern, mit welchen Partnern man arbeite und darüber hinaus die Zahl der Neuanbindungen sanft begrenzen.

„Tatsächlich wählen ohnehin inzwischen rund 50 Prozent der neuen Partner unser Premium-Paket. Das Einsteigerpaket wählen gerade einmal ein Drittel unserer Neuzugänge. Wenn wir mit Kaufreue oder Reklamationen konfrontiert sind, kommt dies aber immer von den Kunden des Einsteigerpakets.“

Die Erklärung dafür sieht man bei blau direkt bei einer halbherzigen Einstellung mancher Einsteiger. Auch diese Partner erträumten sich zwar die Vorteile eines komplett digitalisierten Maklerbetriebs, wollten aber in Wahrheit nichts ändern. So vereinbarten sie als Kompromiss das kleinstmögliche Beitragsübel, unternähmen aber nichts, um die Vorteile ihrer Investition zu nutzen.

Oliver Pradetto, Geschäftsführer, blau direkt GmbH und Co. KG

Oliver Pradetto, Geschäftsführer, blau direkt GmbH und Co. KG

„Im Grunde verschwenden diese Kollegen ihre gesamte Beitragszahlung an uns. Das hilft weder ihnen noch uns.

Wir garantieren jedem Partner schriftlich, dass wir sein Betriebsergebnis um bis zu 20 Prozent erhöhen können. Wir garantieren, dass er bis zu 50 Prozent Personalkosteneinsparung im Innendienst erzielen kann. Wir garantieren sogar, absolute Zufriedenheit.“

Sieht der Makler diese Garantie nach einem Jahr nicht als erfüllt an, erhält er neben einer hundertprozentigen Beitragserstattung sogar noch eine hohe Vertragsstrafe des Pools gezahlt. Obwohl diese Garantie seit 4 Jahren besteht und mit bis zu 8.000 Euro lockt, hätten diese bislang nur 2 Kollegen in Anspruch genommen.

„Jeder Premium-Paket-Nutzer ist für uns damit ein 1-A-Aushängeschild. Es ist also logisch, dass wir uns künftig auf die Kollegen konzentrieren, die nachhaltig daran interessiert sind, ihren Geschäftserfolg auszubauen und dafür auch bereit sind, etwas zu tun.“

Dafür nähme man bewusst eine Begrenzung des Zulaufs in Kauf. Man wolle diese Begrenzung sogar, denn der Pool sieht sich und seine Partner vor einer Zeitenwende.

„Auch wenn die IDD am Ende noch weichgespült wird, so erahnen wir im LVRG2 einen furchtbaren Schlag für die Einnahmesituation der Makler. Dazu kommt die Digitalisierung, die zahlreiche Vermittlerbetriebe bedrohen wird.

Wir hängen am Wohlergehen unserer Partner. Deswegen wollen wir unsere Partner fit machen, die bestmöglichen Prozesse und die modernste Technik liefern. Dazu richten wir unsere ganze Kraft auf diejenigen Makler, die bereit sind Veränderungen anzunehmen und zu leben.

Es ist vollkommen legitim, wenn ein Kollege die schnellen Veränderungen des Marktes ablehnt. Wir wollen unser Tempo aber nicht von Maklern bestimmen lassen, die glauben die Welt warte mit ihrer Entwicklung bis sie jedem Recht ist. Wenn ein Sturm aufzieht, schließt der erfahrene Seemann rechtzeitig die Schotten.“

 

Bilder: (1) © Sergey Nivens / fotolia.com (2) © blau direkt GmbH und Co. KG

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Ignorante ITler: jedes 5. Unternehmen vernachlässigt DSGVO https://www.experten.de/2017/06/23/ignorante-itler-jedes-5-unternehmen-vernachlaessigt-dsgvo/ https://www.experten.de/2017/06/23/ignorante-itler-jedes-5-unternehmen-vernachlaessigt-dsgvo/#respond Fri, 23 Jun 2017 08:32:03 +0000 https://www.experten.de/?p=92061 Ab 25. Mai 2018 drohen bei Datenschutzverstößen empfindliche Bußgelder. Trotz dessen hat erst jedes dritte IT- und Digitalunternehmen erste Maßnahmen zur Umsetzung der]]> Ab 25. Mai 2018 drohen bei Datenschutzverstößen empfindliche Bußgelder. Trotz dessen hat erst jedes dritte IT- und Digitalunternehmen erste Maßnahmen zur Umsetzung der DSGVO begonnen.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter mehr als 200 IT- und Digitalunternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im vergangenen Herbst hatten in einer Umfrage 32 Prozent der Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern aus allen Branchen angegeben, sich noch nicht mit der DSGVO beschäftigt zu haben, 12 Prozent war das Thema überhaupt nicht bekannt.

19 Prozent ignorieren die DSGVO

In weniger als einem Jahr drohen IT-Unternehmen in Deutschland Millionen-Bußgelder, wenn sie die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht umgesetzt haben. Doch immer noch gibt jedes fünfte IT- und Digitalunternehmen (19 Prozent) an, sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben. Und nur jedes Dritte (34 Prozent) hat zumindest bereits erste Maßnahmen angefangen oder sogar schon umgesetzt. Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) beschäftigen sich aktuell mit dem Thema, haben aber noch keine Maßnahmen begonnen, und 5 Prozent wollten oder konnten keine Angaben machen.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung

Mit der Verordnung werden zahlreiche neue Informations- und Dokumentationspflichten eingeführt, die von den IT-Unternehmen umgesetzt werden müssen. Völlig neu sind gesetzliche Vorgaben wie die Berücksichtigung des Datenschutzes bei der Produktentwicklung (Privacy by Design) oder die Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung. Von den IT- und Digitalunternehmen, die aktuell bereits erste Maßnahmen begonnen haben, hat jedes Dritte (31 Prozent) nach eigener Einschätzung gerade einmal höchstens 20 Prozent der notwendigen Arbeiten erledigt.

Bitkom veröffentlicht FAQs

Für den Einstieg hat Bitkom „Fragen und Antworten“ (FAQs) zur Datenschutz-Grundverordnung veröffentlicht, die einen ersten Überblick über die Veränderungen zur heutigen Rechtslage geben. Wie verschiedene Verpflichtungen aus der Verordnung praktisch umgesetzt werden können ergibt sich aus den Praxisleitfäden „Verarbeitungsverzeichnis“, „Risk Assessment und Datenschutzfolgenschutzabschätzung“ sowie der „Mustervertragsanlage zur Auftragsverarbeitung“.

Zum kostenlosen Download der Bitkom-Leitfäden

Bußgelder von bis zu 4 Prozent des weltweiten Umsatzes möglich

Die Datenschutz-Grundverordnung ist bereits am 25. Mai 2016 offiziell in Kraft getreten. Die Frist bis zur tatsächlichen Anwendung der Verordnung wurde mit zwei Jahren festgelegt, Stichtag ist somit der 25. Mai 2018. Die IT-Unternehmen müssen bis dahin die Umsetzung in die Praxis abgeschlossen haben. Nach dem Stichtag können die Datenschutzbehörden Bußgelder in Höhe von bis zu 4 Prozent des weltweiten Umsatzes verhängen.

 

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Wie ist es um die Kommunikation der Versicherer bestellt? https://www.experten.de/2017/06/23/wie-ist-es-um-die-kommunikation-der-versicherer-bestellt/ https://www.experten.de/2017/06/23/wie-ist-es-um-die-kommunikation-der-versicherer-bestellt/#respond Fri, 23 Jun 2017 06:00:35 +0000 https://www.experten.de/?p=92050 AMC und Communication Lab prüfen die sensible Kommunikation von Versicherern: Wie verständlich und empathisch die Anschreiben im Falle einer Beitragserhöhung, der Ablehnung einer]]> AMC und Communication Lab prüfen die sensible Kommunikation von Versicherern: Wie verständlich und empathisch die Anschreiben im Falle einer Beitragserhöhung, der Ablehnung einer Schadensbegleichung oder einer Leistung aus dem Bereich Risiko-LV aufgebaut sind, stellt die aktuelle Verständlichkeitsstudie fest.

Untersucht wird weiterhin, ob es eine Einladung zum Dialog gibt. Jährlich untersuchen AMC und Communication Lab ausgewählte Aspekte der Kommunikation deutscher Versicherer auf Verständlichkeit. In der aktuellen 6. Auflage der Verständlichkeitsstudie, die im 4. Quartal 2017 fertiggestellt wird, werden sensible Kommunikationsanlässe betrachtet. Im Einzelnen sind das Standard-Briefe zu:

  1. Ablehnung Schaden (Sach)
  2. Beitragserhöhung PKV (Kranken)
  3. Ablehnung Leistung Risiko-LV (Leben)

In der 6. Auflage rücken die Sprachqualität und Verständlichkeit solcher Standard-Briefe in den Fokus. Darüber hinaus wird die Studie neben der Verständlichkeit auch betrachten, wie es um die Empathie und Tonalität bestellt ist, und ob die Versicherer ihren Kunden einen Dialog anbieten. Untersucht werden die Standard-Briefe zum Thema Ablehnung und Beitragserhöhung nach objektiven, wissenschaftlichen Methoden.

Warum der Fokus auf sensible Kommunikation?

Der Grund für den diesjährigen Fokus auf sensible Kommunikation liegt darin begründet, dass Versicherungskunden in der Regel kaum Berührungspunkte mit ihren Versicherern haben, und die Absicherung quasi  „nebenher“ läuft. Kommt es jedoch zu einem Schaden oder gar Todesfall, sind die Erwartungen der Kunden entsprechend hoch. Leistet der Versicherer dann nicht oder nur eingeschränkt kommt es zu einer sehr sensiblem Kommunikationssituation.

Objektive Verständlichkeits-Messung

In allen Verständlichkeitsstudien wird eine spezielle Software eingesetzt, um die Verständlichkeit von Texten objektiv und nach wissenschaftlichen Methoden zu messen. Grundlage der Bewertung der Verständlichkeit ist der von der Universität Hohenheim entwickelte Hohenheimer Verständlichkeits-Index.

 

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Ferienhäuser auch im Ausland absichern https://www.experten.de/2017/06/23/ferienhaeuser-auch-im-ausland-absichern/ https://www.experten.de/2017/06/23/ferienhaeuser-auch-im-ausland-absichern/#respond Fri, 23 Jun 2017 05:30:42 +0000 https://www.experten.de/?p=92044 Wetterextreme nehmen zu. Immer häufiger treffen Unwetterschäden inzwischen Ferienhäuser. Durch die langen Reaktionszeiten der abwesenden Benutzer wird die Schadensumme oftmals stark in die]]> Wetterextreme nehmen zu. Immer häufiger treffen Unwetterschäden inzwischen Ferienhäuser. Durch die langen Reaktionszeiten der abwesenden Benutzer wird die Schadensumme oftmals stark in die Höhe getrieben.

Sobald eine Immobilie nicht als Hauptwohnsitz von den Eigentümern genutzt wird, ist eine gesonderte Hausrats- und Gebäudeversicherung notwendig. Mit Mundial bietet Hiscox eine spezielle Police zur Absicherung von Ferienhäusern im In- und Ausland mit Allgefahrendeckung an, die auch für privat vermietete Objekte möglich ist. Selbstredend ist die Police nach deutschem Recht und in deutscher Sprache verfasst.

Mit Mundial sind Ferienimmobilienbesitzer zudem umfassend gegen Einbruch bzw. Diebstahl abgesichert. Die Police berücksichtigt beim Schutz der Immobilie sowie dem Hausrat auch länderspezifische Gegebenheiten, wie etwa Spannungsschwankungen im Stromnetz, die Elektrogeräte beschädigen können.

 

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Klara stellt sich vor https://www.experten.de/2017/06/23/klara-stellt-sich-vor/ https://www.experten.de/2017/06/23/klara-stellt-sich-vor/#respond Fri, 23 Jun 2017 05:00:53 +0000 https://www.experten.de/?p=92046 AppRiori, die Makler-App aus der Feder von Rechtsanwalt Michaelis bildete die Basis für die konsequente Weiterentwicklung digitaler Services für das Tagesgeschäft des Versicherungsmaklers.

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AppRiori, die Makler-App aus der Feder von Rechtsanwalt Michaelis bildete die Basis für die konsequente Weiterentwicklung digitaler Services für das Tagesgeschäft des Versicherungsmaklers.

Im Mittelpunkt des neuen Service steht die Rechtsbeziehung des Versicherungsmaklers zum Endkunden. Wir fragen nach und sprechen mit Rechtsanwalt Stephan Michaelis über Klara, die neue Endkunden-App.

Herr Michaelis, Sie haben als Rechtsanwalt eine eigene InsureTech-App entwickelt und auf den Markt gebracht. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Stephan Michaelis: Mit AppRiori kann der Versicherungsmakler rechtssichere Maklerverträge erstellen und dies nach seinen ganz individuellen Wünschen konfigurieren. Ich beobachte laufend die Rechtsprechung und überlegte, welche Vorteile für den Versicherungsmakler noch in seine wichtigen Kundenverträge aufgenommen werden könnten.

Stephan Michaelis, Michaelis Rechtsanwälte

Stephan Michaelis, Michaelis Rechtsanwälte

Neben dem Herzstück der Maklerverträge bietet AppRiori.de natürlich auch viele weitere Mehrwerte, wie zum Beispiel die Erstellung einer Servicevereinbarung (versicherungsvermittlungsunabhängige Dienstleistung), das Muster einer Beratungsdokumentation oder auch die weiteren notwendigen Unterlagen wie Maklervollmacht oder eine gesonderte Datenschutzerklärung.

Unsere neue Klara ist nur eine logische Fortentwicklung von AppRiori. Vor ungefähr vier Jahren waren wir mit die Ersten, die bereits eine App für den Versicherungsmakler entwickelt hatten. Heutzutage sind es immerhin über 5000 Makler, die unsere technische Anwendung nutzen und für die wir weitere Services anbieten wollen. Insofern war es für uns der nächste Schritt, dass wir den Makler in seiner Rechtsbeziehung zum Endkunden weiter unterstützen und ihm auch ein technisches Mittel an die Hand geben, wie er diese Kommunikation in der Endkundenbeziehung optimiert.

Früher musste er beispielsweise seine Maklerverträge per E-Mail an den Kunden schicken, heute kann er dies auch über die Klara automatisch einstellen und hinterlegen. Es ist also eine Vereinfachung seiner Kundenkommunikation mit den Versicherungsnehmern auf erweiterter technischer Basis.

Welche Funktionen von Klara bieten dem Makler einen Mehrwert?

Die bestmögliche Haftungssicherheit ist mit unseren Maklerverträgen nur einer der vielen Vorteile. In erster Linie soll Klara dem Makler die umfassende Kundenbetreuung ermöglichen. Dementsprechend kann der Versicherungsmakler seinen Kunden die Rahmendaten der Versicherungsverträge einspielen und den Kunden mit Klara eine Vertragsübersicht seiner Verträge erstellen.

Sollte der Versicherungsmakler dabei nicht alle Versicherungsverträge seiner Kunden betreuen, so kann der Kunde aufgefordert werden, auch die sogenannten „Fremdverträge“ auf seinen Versicherungsmakler zu übertragen. Diesen Übertragungswunsch legt der Kunde dann seinem Makler vor, sodass dieser die bestehenden Fremdverträge in den eigenen Betreuungsbestand übernehmen kann. Leichter und einfacher kann ein Versicherungsmakler keinesfalls seine Bestände und somit sein Einkommen erhöhen. Gleichwohl empfehle ich dringend, dass der Versicherungsmakler im Rahmen der Betreuungsübernahme ein ausführliches Beratungsgespräch führt, um gegebenenfalls den bestehenden Versicherungsschutz bestmöglich zu aktualisieren.

Die Übernahme von courtagepflichtigen Fremdverträgen ist für einen Versicherungsmakler sicherlich sehr interessant, denn der Makler kann dadurch einer Verringerung seiner Bestandsverträge entgegenwirken. Gibt es noch weitere Vorteile?

Ja, durchaus. Denn ich bin nicht nur der Auffassung, dass die Digitalisierung sehr rasch voranschreiten wird. Ich fürchte langfristig auch, dass sich die Courtagehöhe reduzieren könnte. Deshalb sollte jeder Versicherungsmakler überlegen, ob er nicht aus seinen bestehenden Geschäftsverbindungen heraus weitere Einnahmen generieren könnte.

Hierbei denke ich insbesondere an das Angebot weiterer Dienstleistungen, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Vermittlung eines Versicherungsvertrages stehen. Der Versicherungsmakler kann sein Dienstleistungsspektrum gegenüber dem Endkunden erweitern und muss dann natürlich auch berechtigt sein, dass er diese Dienstleistung erbringen und dafür vergütet werden darf.

Momentan ist noch unklar, ob ein solches honorarpflichtiges Dienstleistungsangebot auch Verbrauchern angeboten werden darf. In jedem Fall ist der Versicherungsmakler aber berechtigt, weitere Servicegebühren gegenüber seinen gewerblichen Kunden zu erheben.

Die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums des Maklers dürfte sehr leicht möglich sein. Es ergibt sich somit ein erweitertes Geschäftsfeld „aus seinem bestehenden Bestand“, welches der Makler derzeit nicht aktiv nutzt. Deshalb bietet Klara auch die individuelle Erstellung einer Servicedienstleistung für jeden Makler an, der sein individualisiertes Dokument dann an den jeweils gewünschten Kunden über Klara weitergeben kann. Nicht nur den Umfang, sondern auch den jeweiligen Preis kann der Makler natürlich selbst festlegen.

Würde er also nur drei Kunden von seinem Dienstleistungsangebot für 10,00 Euro im Monat überzeugen können, so wären die Nutzungsgebühren für Klara bereits refinanziert. Jeder Makler wird aber mehr als drei Kunden haben, welche an einem erweiterten Dienstleistungsspektrum interessiert sind. Fast alle Makler haben ein großes Potenzial, um mit ihren Kunden über weitere Vergütungen und Dienstleistungen zu sprechen. Klara kann die Kommunikation mit dem Kunden etwas einfacher gestalten.

„Wir bieten dem Makler bewusst ein sehr preisgünstiges Angebot. Bei unseren ersten 100 Neukunden verzichten wir außerdem auch auf die Einrichtungsgebühr und stellen dem Makler die Nutzung von Klara drei Monate zum Test kostenfrei zur Verfügung.“

Das sind drei bedeutende Vorteile: Rechtssicherheit durch Maklerverträge, Courtagesteigerung durch Übernahme der Fremdverträge und Honorareinnahmen durch Servicevereinbarungen. Bietet Klara noch mehr?

Selbstverständlich, es gibt ein schönes Alleinstellungsmerkmal. Der Versicherungsmakler kann sich auch in der Unterstützung der Schadenregulierung für den Versicherungsnehmer entlasten. Klara kann den Endkunden dazu berechtigen, im Versicherungsfall die Fachanwälte unserer Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte zu kontaktieren. Dadurch erhält der Endkunde des Maklers, der Klara nutzt, eine telefonische und kostenfreie Beratung im Schadenfall.

Der Makler kann nicht nur auf die hohe Qualität seines eigenen Hauses hinweisen, sondern auch auf die Schadensunterstützung durch die Fachkanzlei Michaelis. Wenn der Makler diesen kostenlosen Service der Kanzlei wünscht, erhöht sich die Gebühr pro Kunde im Jahr um nur 1,00 Euro. Der Kunde profitiert von einer kostenfreien rechtlichen Unterstützung und der Makler hat für geringe Kosten quasi eine eigene Rechtsabteilung, die unterstützend eingreifen kann.

Damit bietet Klara wirklich interessante Mehrwerte. Was ist denn aber, wenn der Makler nur die Übernahme der Fremdverträge möchte?

Sie haben Recht, neben den weiteren Grundfunktionen wie die Kontaktdaten des Versicherungsmaklers und ein Chat-Fenster muss der Versicherungsmakler natürlich nicht alle angebotenen Funktionen nutzen. In welchen Modulen der Versicherungsmakler seinen Kunden die Nutzungsmöglichkeit anbietet, kann der Versicherungsmakler individuell über AppRiori einstellen.

Der Makler, der keine Servicevereinbarung möchte, kann also einfach diese Nutzungsfunktion deaktivieren. Dies gilt übrigens auch für das Angebot der Schadenunterstützung im Versicherungsfall. Daher ist es möglich, dass sich die Nutzung von Klara auch nur auf eine Bestandsübersicht bezieht und dem Kunden für seine Fremdverträge der Betreuungsauftrag angeboten wird.

Sie sprachen davon, dass sich Klara bereits bei drei Kunden für den Makler finanziell lohnt. Können Sie das bitte genauer erklären?

Natürlich, sehr gern. Hinsichtlich der Kosten hat der Versicherungsmakler zunächst eine einmalige Installationsgebühr von 99,00 Euro zu entrichten. Hierfür wird ihm die App Klara zur Verfügung gestellt und auf seine Bedürfnisse individualisiert und seine Versicherungsbestände werden eingespielt.

Die monatlichen Nutzungskosten betragen 29,00 Euro für jeweils ein Paket von 1000 Kunden. Für jeden Endkunden, dem der Makler Klara zur Verfügung stellt, zahlt er also 29 Cent im Monat und mit der Schadenunterstützungsklausel 129 Cent. Diese zusätzlichen Kosten sind zwar aus seiner Courtage zu finanzieren, wobei die Übernahme von Fremdverträgen und der Abschluss von Servicevereinbarungen dafür gute Möglichkeiten bieten.

Wir bieten dem Makler bewusst ein sehr preisgünstiges Angebot. Bei unseren ersten 100 Neukunden verzichten wir außerdem auch auf die Einrichtungsgebühr und stellen dem Makler die Nutzung von Klara drei Monate zum Test kostenfrei zur Verfügung.

Vielen Dank, Herr Michaelis, für die ausführliche Erläuterung der Klara-Vorteile. Möchten Sie dem noch etwas hinzufügen?

Neben den aufgezeigten wirtschaftlichen Vorteilen möchte ich am Schluss noch darauf hinweisen, dass die richtige Anbieterauswahl einer App für den Versicherungsmakler sehr wichtig ist. Er muss darauf achten, dass diese Technik ihm langfristig zur Verfügung steht, regelmäßig weiterentwickelt wird und damit ein zukunftsfähiges und preisgünstiges Arbeitstool bietet. Wir bieten Versicherungsmaklern diese Unabhängigkeit, Sicherheit für ihre wertvollen Datenbestände und das fachliche Know-how, um den großen FinTechs die Stirn zu bieten.

Außerdem gibt es keine versteckten Provisions- oder Produktinteressen. Wir bieten eine qualitativ hochwertige Dienstleistung basierend auf unserer langjährigen Erfahrung an. Dabei spielt die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers eine große Rolle. Ein Aspekt, der in Verbindung mit jedem Anbieter der neuen digitalen Welt zu prüfen ist.

Herr Michaelis, vielen Dank für das informative Gespräch.

 

experten-Report-0617-Mehr-zum-Thema

 

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Rote Karte für die SPD https://www.experten.de/2017/06/23/rote-karte-fuer-die-spd/ https://www.experten.de/2017/06/23/rote-karte-fuer-die-spd/#respond Fri, 23 Jun 2017 03:00:29 +0000 https://www.experten.de/?p=92075 Kaum zu glauben, aber wahr: Am Sonntag, den 25.Juni 2017 verabschiedet die SPD auf ihrem Parteitag in Dortmund ihr Programm für die Bundestagswahl]]> Kaum zu glauben, aber wahr: Am Sonntag, den 25.Juni 2017 verabschiedet die SPD auf ihrem Parteitag in Dortmund ihr Programm für die Bundestagswahl und löst damit den ersten Proteststurm ihrer originären Stammwählerschaft aus. Die Betriebsratsinitiative „Bürgerversicherung? Nein danke!“ weist in ihrer Presseerklärung nachdrücklich darauf hin, dass das Vorhaben der SPD, eine Bürgerversicherung einzuführen, das duale Krankenversicherungssystem unwiderruflich zerstören würde.

Hunderte von Betriebsräten, Gewerkschaftern, Versicherungsangestellten nebst Familien werden lautstark gegen die Pläne zur Einführung einer so genannten Bürgerversicherung protestieren. Warum? Weil Versicherungsangestellte, Betriebsräte und Gewerkschafter die “Mogelpackung“ namens Bürgerversicherung längst durchschaut haben.

“Oberflächlich betrachtet hört sich das alles plausibel an. Und es passt so schön zur permanenten Gerechtigkeitsdebatte. Tatsächlich aber würde die Bürgerversicherung das heutige duale Krankenversicherungssystem aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung unwiderruflich zerstören. Man stellt sich also die Frage, weshalb eines der besten und begehrtesten Krankenversicherungssysteme der Welt von einer Einheitskasse abgelöst werden sollte?“

Völlig inakzeptabel wäre außerdem der Preis für dieses waghalsige Experiment, denn nicht nur 75.000 Arbeitsplätze in der Versicherungsbranche würden hierdurch vernichtet, sondern auch hunderttausende weitere Arbeitsplätze vor allem in der Gesundheitsbranche, so Peter Abend, Sprecher der Betriebsratsinitiative “Bürgerversicherung? Nein danke!“ und Betriebsratsmitglied der Gothaer Versicherung.

Stefan Kappel, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Barmenia Versicherungsgruppe, unterstreicht nachdrücklich:

“Dieses Opfer würde auch überhaupt keinen Sinn machen, denn die medizinische Versorgung jedes Einzelnen würde in der Einheitskasse auf einen bestimmten Basisschutz beschränkt. Je nach Kassenlage könnte sich der Versicherungsschutz dann durch Leistungskürzungen oder -streichungen weiter reduzieren.

Es ist also völlig klar, dass dieses Modell zu einer Zweiklassenmedizin führt, denn nur die Vermögenden werden sich dann zusätzlich einen besseren Versicherungsschutz leisten können oder gleich das Geld bar auf den Praxistresen blättern. Was das mit Gerechtigkeit zu tun hat, konnte uns bisher kein SPD-Politiker beantworten.“

In der Fußballstadt Dortmund wird das Verhalten der SPD-Politiker am Sonntag mit roten Karten geahndet, die die Teilnehmer der Demonstration der SPD zeigen werden. Und nicht nur das: Getreu dem kölschen Karneval wird das klare Foul des Kanzlerkandidaten gegenüber den betroffenen Mitarbeitern auf einem Plakatwagen außerdem karikiert, meldet die Betriebsratsinitiative.

 

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https://www.experten.de/2017/06/23/rote-karte-fuer-die-spd/feed/ 0 92075
Immobilien: Regulierung mit falschem Fokus https://www.experten.de/2017/06/22/immobilien-regulierung-mit-falschem-fokus/ https://www.experten.de/2017/06/22/immobilien-regulierung-mit-falschem-fokus/#respond Thu, 22 Jun 2017 14:50:44 +0000 https://www.experten.de/?p=92042 Das IW Köln meldet sich mit einem Gutachten zum Wahlprogramm der Parteien zurück. Fazit: Im Wahlkampf ist eindeutig der Fokus falsch gesetzt.

Das]]> Das IW Köln meldet sich mit einem Gutachten zum Wahlprogramm der Parteien zurück. Fazit: Im Wahlkampf ist eindeutig der Fokus falsch gesetzt.

Das IW Köln hat die Positionen der Parteien CDU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke im Bundestagswahlkampf zu immobilienwirtschaftlich relevanten Themen auf Grundlage der Wahlprogramme und schriftlicher Befragungen gegenübergestellt und aus ökonomischer Perspektive geprüft und bewertet.

Fehlendes Augenmaß bei Immobilienfinanzierungen

Wer Investitionen in den Immobilienbestand und Neubau ankurbeln möchte, sollte Anreize für Investoren schaffen und deregulieren. Das Motto sollte lauten: bauen, bauen, bauen. Die Überregulierung wirke kontraproduktiv. Außerdem falle in jedem der untersuchten Wahlprogramme auf, dass der Fokus auf Wohnimmobilien liege – und dies sei ein schwerwiegender Fehler, betont Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, den die „wirtschaftliche Stärke unserer Städte beruht auf der gesamten Immobilienwirtschaft. Die Wertschöpfung wird in Flächen zum Arbeiten und Versorgen vorangetrieben.“

Auch eine Verschärfung der Bedingungen für die Wohnimmobilienkreditvergabe in Deutschland, um die Gefahr einer Preisblase gering zu halten, ist aus Sicht des IW Köln nicht sinnvoll. Aktuell gebe es keine Veränderungen im Kreditverhalten und mit Basel III sowie der Wohnimmobilienkreditrichtlinie sind bereits sicherheitsrelevante Regulierungen durchgesetzt worden. Jetzt sollte der Fokus auf Wachstum liegen. Diese Einschätzung teilen vor allem die FDP und die CDU, während Die Linke sogar fordert, neben den Wohnimmobilienkrediten auch Gewerbeimmobilienkredite stärker zu regulieren.

Wirtschaftlichkeitsgebot und Technologieoffenheit für den Klimaschutz

Beim Themenfeld Klimapolitik leisten aus Sicht des IW Köln verschärfte Bauanforderungen nur einen geringen Beitrag zur Energieeffizienz, belasten aber die dringend benötigten Investitionen in den Bestand und in die Bautätigkeit.

Im Vergleich der parteipolitischen Positionen fällt auf, dass einzig die FDP der Aussage zustimmt, dass die aktuellen baulichen Auflagen zum Klimaschutz ausreichend sind und eine weitere Verschärfung nicht sinnvoll ist. Gleichzeitig befürworten nahezu alle Parteien eine Förderung der energetischen Gebäudesanierung, wenngleich Die Linke diese jedoch in Abhängigkeit zu einer regenerativen technischen Gebäudeausstattung stellt.

Mietpreisbremse löst die Probleme nicht

Gleiches gilt für die Mietpreisbremse, welche Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen verschärfen wollen. Während die SPD insbesondere bei der größeren Transparenz der Vormiete und bei der Auskunftspflicht für Vermieter Optimierungspotenzial sieht, lehnt die CDU eine Verschärfung klar ab. Die FDP dagegen möchte die Mietpreisbremse ganz abschaffen. Nach Ansicht des IW Köln lässt diese die Investitionsanreize für Neubau und Modernisierungen im Bestand sinken. Zudem wird der Anreiz zur Selbstnutzung erhöht. In beiden Fällen sinkt das Angebot an den dringend notwendigen Mietwohnungen.

Mattner unterstreicht:

„Auch bei der Mietpreisbremse gilt der Grundsatz: Bauen ist besser als Regulieren.

Hier wurde ein Bürokratiemonster für die Vermieter geschaffen, das die Neubautätigkeit in keiner Weise anregt. Aber nur wenn der Wohnungsbau dauerhaft stimuliert wird, lässt sich bezahlbarer Wohnraum realisieren.“

Wohnungsgemeinnützigkeit wirkt kontraproduktiv

Um Investitionen anzukurbeln ist laut ZIA die Erhöhung der linearen Abschreibung ein geeignetes Instrument. Sie würde sich motivierend für alle Immobilieninvestoren auswirken, ob privat oder professionell. Während die CDU und die FDP hier zustimmen, lehnen etwa Bündnis 90/Die Grünen eine pauschale Erhöhung ab. Das IW Köln hält in seinem Gutachten eine Erhöhung des linearen Abschreibungssatzes von jährlich zwei auf vier Prozent durchaus für sinnvoll, empfiehlt dieses Instrument jedoch nicht für die aktuelle Niedrigzins- sondern für eine Abschwungphase.

Eine Maßnahme zur Entlastung der angespannten Immobilienmärkte liegt für Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen auch in der Wiedereinführung der Wohnungsgemeinnützigkeit. Diese würden allerdings laut Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte beim IW Köln, nur neue Problemviertel schaffen, weil unterfinanzierte Unternehmen ihre Bestände nicht mehr ausreichend bewirtschaften könnten. Probleme würden sich durch den sozialen Wohnungsbau potenzieren, wegen meist hoher Fehlbelegungsquote und Verdrängung von freifinanzierten Wohnungen bei knappem Bauland.

Deregulierung bei Erwerbsnebenkosten nötig

Auch beim Thema Eigenheimförderung sieht das IW Köln insbesondere in der Reduktion der Grunderwerbsteuer einen geeigneten Hebel, um die Eigentumsquote zu erhöhen und dadurch die Immobilienmärkte zu entlasten. Während CDU und FDP bei der Grunderwerbsteuer einen Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro beziehungsweise 500.000 Euro fordern, sieht die SPD vor allem im Bereich der Maklergebühren Optimierungspotenzial. Sie will dafür sorgen, dass das Prinzip bei den Maklergebühren ‚Wer bestellt, der bezahlt‘ auch beim Verkauf eines Grundstücks und/oder einer Immobilie gilt. Eine Senkung der Grunderwerbsteuer auf ein bundesweit einheitliches Niveau lehnen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen ab.

Mit hohen Erwerbsnebenkosten kann kein stabiles Investitionsklima erreicht werden. Die Bildung von Wohneigentum wird erschwert. Laut Mattner würden die Eigenheimzulagen und Familienförderungen ins Leere laufen, da sie nicht am eigentlichen Problem ansetzen. Sie behandeln lediglich Symptome. Seiner Meinung nach, ist die Senkung der Grunderwerbsteuer die beste Eigenheimförderung.

Grundsteuer: Veraltet und ungerecht

Im Bereich der Grundsteuer sind sich nahezu alle Parteien über die Notwendigkeit einer Reform einig. Laut Gutachten des IW Köln ist diese in ihrer aktuellen Form veraltet, verfassungswidrig und ungerecht. Bei der Diskussion um eine Reform geht es vor allem auch um die Bemessungsgrundlage. So hat sich eine Bundesratsinitiative von 14 Ländern für eine bundesweite Neubewertung aller Grundstücke eingesetzt.

Laut ZIA-Fizepräsident Ulrich Höller ist die Initiative zu Recht gescheitert. Es wäre ein weiteres bürokratisches Monster geworden, das das Steueraufkommen einmal mehr erhöht hätte. Ähnlich sieht es die FDP, die die derzeit bestehende Grundsteuer an die wirtschaftlichen Realitäten anpassen möchte und die Bemessungsgrundlage ausnahmslos auf die Größe der Grundstücke und Bodenrichtwerte auslegen will. Während CDU und FDP eine Baulandsteuer ablehnen, stehen SPD, Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen diesem Aspekt neutral gegenüber.

 

Bild: © Karramba Production / fotolia.com

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