Legendär unverwechselbar…die ERDMANN-Lederjacke Modell 1952

Das Jahr 1952 – beginnendes Wirtschaftswunder und Aufbruchszeit in Deutschland. Bei BMW in München rollen die Modelle R25 und R51/3 vom Band. Die fortschreitende Motorisierung mit Motorrädern und Rollern zieht breite Bevölkerungskreise in ihren Bann. Einzig, es fehlt an der geeigneten Bekleidung für die so Motorisierten.

Damit ist die Zeit von Hans-Werner Erdmann gekommen, der zunächst die Vision einer Lederjacke für Motorradfahrer hat. Sein Anspruch ist dabei, neben einzigartigem Design einen Artikel aus Leder höchster Güte und in bester Verarbeitungs-Qualität anzubieten. In Zusammenarbeit mit den besten Lederschneidern Bayerns entwirft er eine Jacke mit besonderen Eigenschaften – die Geburtsstunde „DER“ ERDMANN-Jacke.

Hans Glas GmbH, Dingolfing (Bayern), Hersteller des Goggo-Rollers und Goggo Mobils:

„…Wir finden, dass ein schönes Fahrzeug verpflichtet und dass man dieser Verpflichtung zu Eleganz und Zweckmäßigkeit zweifellos in Ihrer bewährten Lederbekleidung ideal nachkommen kann….“

Außergewöhnliche Funktionen und Alleinstellungsmerkmal

Speziell für Rennfahrer sollte sie sich eignen. Körpernah geschnitten, damit bei hohen Geschwindigkeiten nichts flattert. Vorn durch einen schrägen Reißverschluss weit überlappend, um vor Zug und Kälte zu schützen. Der hochgestellte Kragen mit dem Drehteufelverschluss bei Bedarf verschließbar.

Durch den verstellbaren Rückengurt exakt an den Körper des Fahrers anzupassen. Vordere Ärmelreißverschlüsse ermöglichen ein Schließen des Ärmels bei Kälte oder ein Öffnen bei Hitze. Im Fall des Falles schützen den Fahrer aufgesetzte Schulter- und Ärmelpolster sowie der im unteren Bereich gepolsterte Rückenbereich.

Der über die seitlichen Reißverschlüsse abnehmbare Nierengurt ist ein Alleinstellungsmerkmal: Er schützt im Nierenbereich vor Kälte, die Weite kann vorn mittels zweier Riemen stufenlos eingestellt werden. Bei richtiger Einstellung wird die Rückenmuskulatur unterstützt und somit die Wirbelsäule bei langen Touren geschont. Durch ihren besonderen Schnitt – vorn kürzer als hinten – ermöglicht die Lederjacke komfortables Sitzen auf dem Motorrad und schützt gleichzeitig den Rückenbereich. So macht sie auch immer eine gute Figur und ein zusätzlicher Nierengurt erübrigt sich.

Horex Werke, Bad Homburg:

„…immer wieder haben wir davon gehört, dass infolge der Qualität der von Ihnen verkauften Artikel Wetterbeständigkeit, gute Passform und letzten Endes auch Ihre preisgünstige Verkaufsgestaltung anerkannt wurden.

Das zwischen Ihrem geschätzten Hause und unseren Horex-Freunden entstandene Verhältnis erscheint uns derart beachtenswert, dass wir auch auf diesem Wege unseren Beifall dazu aussprechen möchten“

Sieger tragen ERDMANN 

Schon bald hatten sich die positiven Eigenschaften unter den Motorradfahrern herumgesprochen und es stellte sich der entsprechende Verkaufserfolg ein. Es gab einfach keine gleichwertige Lederjacke am Markt, die diese Verarbeitungsqualität gepaart mit der hervorragenden Ausstattung bieten konnte. Und insbesondere die Profis der damaligen Zeit entschieden sich für die Produkte aus dem Hause ERDMANN.

So vertraute der 3-fache Motorrad-Weltmeister auf NSU, Werner Haas aus Augsburg ausschließlich der ERDMANN-Lederbekleidung. Schorsch Meier, Rennställe wie Kreidler, Honda und unzählige Rennfahrer fuhren ihre Siege in ERDMANN-Lederbekleidung ein. Der vielversprechende deutsche Rennfahrer Graf Berghe von Trips und Sir Stirling Moss, Siegfahrer im legendären Mercedes Silberpfeil, waren begeisterte Kunden der ERDMANN-Lederbekleidung.

Josef Seidl, Sandbahnmeister 1952:

„…die Rennkombination ist hervorragend. Mit dieser schönen Maß-Kombination werde ich beim Weltmeisterschaftslauf starten. ERDMANN-Kleidung ist Kleidung, die sich selber immer wieder empfiehlt.“

Fahrer von ADAC Motorrad Gespannen wurden damals mit dieser ERDMANN-Lederjacke ausgestattet. Und sie bewährte sich sehr gut. Selbst die Polizei zu jener Zeit – je nach Region unterwegs mit schweren Zündapp- und BMW-Motorradgespannen – trug diese ERDMANN-Lederjacke.

Und als die Funkstreife der Münchner Stadtpolizei mit den BMW 501 Limousinen, dem berühmten „Barockengel“, ausgerüstet wurde, entwickelte Hans-Werner Erdmann in Zusammenarbeit mit dem späteren Polizeipräsidenten Schreiber für die Besatzungen dieser Fahrzeuge die Funkstreifenjacke „kurze Form“. Diese zeichnete sich im harten Polizeialltag in München so gut aus, dass die Hamburger Polizei im Jahr 1965 für ihre Besatzungen der „Peterwagen“ 1500 ERDMANN-Lederjacken bestellte.

Wie aus „Halbstarken“ „Rocker“ werden

Rainer Werner-Fassbinder in ERDMANN während der Dreharbeiten in seinem ersten Film "Liebe ist kälter als der Tod"

Rainer Werner-Fassbinder in ERDMANN während der Dreharbeiten in seinem ersten Film “Liebe ist kälter als der Tod”

Das einzigartige Design und Erscheinungsbild zeichnet die ERDMANN-Lederjacke „Modell 1952“ aus. So wurde die ERDMANN-Lederbekleidung in den 60er-Jahren auch von den sogenannten „Halbstarken“ (im gleichnamigen Film trug der Hauptdarsteller Horst Buchholz eine ERDMANN-Lederhose) entdeckt. Und Anfang der 70er-Jahre dann von den sogenannten „Rockern“, einer ursprünglich englischen Subkultur, deren Vorlieben Jeans, Lederjacken, Motorräder, Rock ’n’ Roll und Rockmusik waren.

In München begann die Szene mit den 50er Zündapps, Hercules und Kreidler. Die meist 16-jährigen Fahrer standen samstags vor dem Laden der ERDMANN-Lederbekleidung in der Rosenheimer Str. 6 in München Schlange, um ihre vorbestellten ERDMANN-Jacken Modell 1952 abzuholen. Doch manch einer der stolzen Besitzer hatte leider nicht lange Freude an dem guten Stück.

Bei der Polizei häuften sich Anzeigen wegen gestohlener oder gewaltsam entwendeter ERDMANN-Lederjacken. Währenddessen begeisterten sich die Hamburger Rocker der „Bloody Devils“ für die ERDMANN-Jacken Modell 1952 und 50er. Im Milieu-Film der Szene „ROCKER“ des Regisseurs Klaus Lemke zu sehen, haben sie auch dort bis heute Kultstatus.

Qualität und Kult – damals wie heute

Die Beatles in ERDMANN

Die Beatles in ERDMANN

Die „BEATLES“, die „LORDS“, Rainer-Werner Fassbinder oder der Boxer Bubi Scholz – viele Größen aus Musik, Film und Sport, eben die Promis der damaligen Zeit waren Fans der ERDMANN-Lederjacke. Und noch heute begeistern sich Kunden, die das Besondere schätzen, für ERDMANN-Lederbekleidung.

Für ERDMANN Lederbekleidung arbeitet seit 1952 ein Kernteam von erfahrenen Lederschneidern – inzwischen in der zweiten Generation. Noch heute fertigen sie mit unübertroffenem und traditionellem Können jedes ERDMANN-Stück aus erstklassigem Rindleder von Hand. Nach wie vor legen die Schneider die Einzelteile des Papierschnitts auf die Lederhaut auf und schneiden Teil für Teil per Hand mit dem Messer passgenau aus. Eine der vielen Fertigungstechniken der „guten alten Schule“, die für die Lederjacken, -hosen und -röcke bis heute die einzigartige ERDMANN-Qualität sichern.

 

Bild: (1-6) © Erdmann Lederbekleidung

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