Neue Initiative pro Riester will Klarheit zur Riester-Rente schaffen

Riester-Frust oder Riester Lust? Über die geförderte Altersvorsorge wird derzeit wieder heftig diskutiert. Rechnet Sie sich nun, oder doch nicht? Aufklärungsarbeit will die neu gegründete Initiative pro Riester leisten, die auf der diesjährigen DKM von der Bayerischen vorgestellt wurde. Der experten Report hat beim Geschäftsführer der SOFTFIN UG, Joachim Haid, zweites Gründungsmitglied von pro Riester nach den Hintergründen gefragt.

Herr Haid, warum braucht es eine Initiative pro Riester?

Riester – Dilemma oder Chance?

Joachim Haid, Geschäftsführer der SOFTFIN UG Gründungsmitglied von pro Riester

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Versicherungsmakler bin ich seit 2004 auf die Riester-Rente spezialisiert. Die letzten Jahre war die Presseberichterstattung zur Riester-Rente meist entweder von pauschaler Kritik geprägt oder von pauschaler Glorifizierung. Dadurch wurden die Kunden stark verunsichert. Als Berater musste man deshalb nicht nur bei Interessenten zur geförderten Altersvorsorge Aufklärungsarbeit leisten, sondern auch bei Bestandskunden.

Leider wurden wir Vermittler dabei von Anbietern im Bereich der Riester-Rente wenig bis gar nicht unterstützt. Ganz im Gegenteil, immer mehr zogen und ziehen sich aus dem Riester Markt zurück und lassen uns Versicherungsmakler mit der negativen Kritik alleine. Dieses Leid klagte ich Vorstand Martin Gräfer im Rahmen der Webinarreihe „Klartext zu Riester-Rente“ im Frühjahr 2015. Da die Bayerische sich klar pro Riester positioniert und eines der besten Bedingungswerke am Markt hat, entstand so die Idee zu dieser Initiative und der Name war damit auch entstanden.

Was sind die Ziele von pro Riester?

Wie man der Internetseite www.proriester.de entnehmen kann, wendet sich die Initiative primär an folgende Zielgruppen:

  • Journalisten und Verbraucherschutz
  • Vermittler und
  • Verbraucher

Den Journalisten stehen wir als Informationsquelle zu Fachfragen rund um die Riester-Rente zur Verfügung, ebenso für Diskussionsrunden und Berichterstattung. Gleiches gilt für den Verbraucherschutz. Auch kritische Fragen werden dabei natürlich beantwortet.

So möchten wir unseren Teil dazu beitragen, die Berichterstattung zur Riester-Rente in den Medien auf ein sachlich ausgewogenes Niveau zu bringen. Damit unterstützen wir auch die Vermittler bei der Beratung zur Riester-Rente. Darüber hinaus bieten wir Aus- und Weiterbildung zur Riester-Rente an. Zusätzlich wird pro Riester neben Info-Videos zur Riester-Rente den Vermittlern auch Landingpages und weitere moderne digitale Unterstützung für die Beratung und auch für die Verwaltung bestehender Riester-Verträge anbieten. Ich selbst stehe den Kollegen außerdem für Informationsveranstaltungen für deren Endkunden zur Verfügung.

Weiterhin wenden wir uns mit dem Menüpunkt pro Verbraucher auch an diese direkt. Auf der Internetseite sind bereits erste Informationen zu finden, z.B. wieso es zur Riester-Rente kam, wie die Förderung funktioniert, welche Tarifarten es gibt und wie sich diese unterscheiden. Nach und nach werden wir dort weitere Informationen einstellen, auch in Form von Videos.

Der Blog auf www.proriester.de wird über aktuelle Themen zur Riester-Rente informieren und Fragen von Verbrauchern beantworten. Wir haben deshalb die Kommentarfunktion aktiviert, damit hier Anmerkungen und Fragen hinterlassen werden können. Diese werden wir dort auch beantworten. Ziel ist, den verunsicherten Verbrauchern  wieder die Möglichkeit zu geben, sich selbst orientieren zu können.

Was hat es mit den Stichworten „Wissen, Verstehen, Transparenz, Nettotarife, Unterstützung und Kommunikation“ auf sich, die auf derpro Riester-Seite als Ziele der Initiative  angegeben werden?

Die Initiative pro Riester hat sich auf die Fahnen geschrieben, Aufklärung zur Riester-Rente zu betreiben. Dabei ist es uns wichtig herauszustellen, dass es bei teilweiser berechtigter Kritik auch sehr viel Positives gibt. In den letzten Jahren hat sich z.B. die durchschnittliche Qualität der Bedingungswerke von Riester-Rentenversicherungen verbessert. Gleichzeitig haben Anbieter wie z.B. die Bayerische auf die Forderungen von Verbraucherschützern reagiert und bieten echte Nettotarife an, bei denen nicht nur die Courtagen/Provisionen herausgerechnet wurden, sondern die laufenden Verwaltungskosten auch niedriger sind als beim Courtagetarif. Hinzu kommt, dass durch den Einsatz von Indexfonds wie ETF’s auch die Fondskosten günstig gehalten werden können. Die Initiative pro Riester unterstützt Vermittler bei der erfolgreichen Vermittlung von Nettotarifen. Mit den angebotenen Schulungen und dem qualitativen Ansatz zur Auswahl des geeigneten Anbieters z.B. mit den 6 Riester-Fragen und der dazugehörigen Software SOFTFIN® Riester vermittlen wir Wissen und Verständnis für die Bedeutung des „Kleingedruckten“, also den Bedingungswerken. Die Unterstützung im Bereich der Kommunikation bezieht sich zum einen auf den o.g. Austausch mit den Medien und Verbraucherschutz, zum anderen aber auch auf die Kommunikation der Vermittler mit Ihren Kunden.

Der Leitsatz von pro Riester lautet: Wir schaffen Klartext zur Riester-Rente.

Sie haben auch extra eine eigene Facebook Gruppe gegründet – wie wichtig ist diese für die Arbeit der Initiative?

Parallel zur Internetseite haben wir bei Facebook die Gruppe pro Riester gegründet. Diese steht als öffentliche Gruppe allen Interessierten rund um die Riester-Rente zur Verfügung, also sowohl Vermittlern, Journalisten, Verbraucherschützern als auch Verbrauchern. Für pro Riester ist diese Gruppe sehr wichtig, um Fragen schnell beantworten zu können und auch zu Kritikpunkten Stellung zu beziehen. Außerdem werden wir Fragen, die hier gestellt werden, in Form von Blogbeiträgen oder für die geplante FAQ-Seite auf www.proriester.de aufarbeiten und zur Verfügung stellen.

Dass eine solche Gruppe wichtig ist, zeigt das große Interesse daran. Wir haben die Gruppe kurz vor der DKM auf pro Riester angepasst und öffentlich geschalten. Innerhalb weniger Tage ist die Gruppe bereits auf über 420 Mitglieder angewachsen. Auch erste Journalisten lesen bereits mit.

Wer kann sich wie in der Initiative engagieren?

Initiative pro Riester

Auf der diesjährigen DKM stellte die Bayerische die Initiative pro Riester vor.

Am Standbereich pro Riester der Bayerischen auf der DKM kamen sehr viele Vermittler, die sich positiv zur Initiative und deren Ziele geäußert haben. Viele fragten, so wie Sie, wie sie pro Riester unterstützen können.

Wir werden deshalb allen, die daran Interesse haben, pro Riester zu fördern, die Möglichkeit bieten, mit Name, Logo und Kontaktdaten auf der Seite genannt zu werden. Es kann sich allerdings niemand in die Initiative durch einen Mitgliedsbeitrag einkaufen. Vielmehr erwarten wir eine fachlich hohe Qualifikation und eine regelmäßige Weiterbildung rund um die Riester-Rente. Hierfür werden wir entsprechende Schulungsangebote zur Verfügung stellen. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung kann z.B. ein Vermittler auf der Seite als Förderer genannt werden. Damit bekennt er sich öffentlich zur  Wichtigkeit einer hochwertigen Beratung zur Riester-Rente. Wir haben bereits über 50 Förderanfragen vorliegen und werden das Konzept dazu in den nächsten Wochen fertigstellen.

Auf Grund der kurzfristigen großen Nachfrage haben wir den Bereich Förderer pro Riester noch auf der DKM online geschalten.

Herr Haid, vielen Dank für das Gespräch!

 

Bild: (1) ©  Gunnar Assmy / fotolia.com  (2 & 3) © Joachim Haid

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